BlogWatch: Die besten Beiträge aus der Schnaps-Szene (Mai 2017)

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Die besten Blog-Artikel aus der Szene

Was hat sich im letzten Monat in der Schnaps-Blogosphäre getan? Ich gebe eine Übersicht über die meiner Meinung nach interessantesten Artikel der deutschsprachigen Spirituosen- und Cocktail-Blogger vom Mai 2017. Mit dabei: der überdrehte Whisky-Markt, die Philosophie des Terroir und das Ende Mai Tai-Monats.

Der Whisky-Markt ist übersäuert

Mit einem kleinen Augenzwinkern, aber vor allem mit einem erhobenen Zeigefinger kommentiert Günther Heinisch auf eyeforspirits.com die aktuellen Zustände auf dem Whisky-Markt und hier vor allem in der Single Malt-Branche. Preisirrsinn, Whiskys ohne Altersangabe, aber dafür mit tollen Wikingergeschichten, und der teilweise Selbstbetrug der Konsumenten sind nur ein paar Stichwörter, die ich geben möchte. Wer sich für Whisky interessiert, sollte diesen Artikel unbedingt lesen – und anschließend mal zwei Minuten nachdenken, wie seine Position zum Thema ist.

Und wer sich für Single Malt interessiert, aber sein Wissen zum Thema aufbessern oder nach langer Zeit noch mal bündeln möchte, liest ebenfalls bei eyeforspirits.com den großen Whisky-Leitfaden von Philip Reim.

Der schnelle Cocktail für zu Hause

Ich bin ja ein großer Fan von einfachen Cocktails mit Zutaten, die man nicht erst per Internet in Übersee bestellen oder für viel Geld im Fachhandel kaufen muss (damit es kein Missverständnisse gibt: Ich bin ein großer Fan von hochwertigen Zutaten, die für sich selbst stehen können, aber auch jeden Cocktail bereichern). Deswegen habe ich auch den Artikel „Cocktails für Faule“ auf myspirits.eu mit Interesse gelesen. Der Autor stellt hier nämlich ein paar Rezepte mit günstigen, aber geeigneten Zutaten vor, die man meist sowieso zu Hause hat. Dass er dabei ein bisschen schummelt, und einige Longdrinks kurzerhand zum Cocktail ernennt, finde ich nicht weiter schlimm – wenn’s schmeckt.

Die Philosophie des Terroir

Das Thema „Terroir“ habe ich in meinem Tasting zum Bruichladdich Islay Barley 2010 schon angerissen. Ungleich ausführlicher beschäftigt sich Thomas Zilm auf spirit-ambassador.de mit diesem Aspekt der Spirituosenherstellung. Er wählt dafür einen eher ungewohnten, weil recht philosophischen Ansatz und bietet damit einen interessanten Blickwinkel auf das Thema – mal wieder lesenswert.

Rauch im Cocktailglas

Ebenfalls interessiert habe ich den Artikel „Cocktails & Zigarren“ von Michaela Bavandi auf mixology.eu gelesen. Für mich als Nichtraucher ist das Interesse eher theoretischer Natur und kommt wohl daher, dass ich noch nie darüber nachgedacht habe, dass diese Kombination auch funktionieren könnte (warum auch nicht?). Aber für den einen oder anderen Liebhaber beider Genussmittel, dürfte die Lektüre ein Tipp sein – zumal die ganze Sache gar nicht so einfach ist, wie der Autor schreibt.

Das Fazit zum Mai Tai-Mai

Den Mai 2017 hatte Florian Pultermann von Barrel Aged Thoughts zum Monat des Mai Tais erkoren und fast jeden Tag eine Mischung mit einem anderen Rum vorgestellt – teils auch mit Beiträgen von Gastautoren. Ich habe nicht jeden Artikel gelesen, aber das Ganze hat mich durch den Mai begleitet und ich habe eine völlig neue Sichtweise auf den Mai Tai gewonnen – eine viel positivere. In seinem letzten Blog-Post zum Thema fasst er den Mai Tai-Mai nochmals schön zusammen.

Opa Martinez

Einen Artikel über den Großvater des Martinis – den Martinez – wollte ich selbst auch schon immer mal geschrieben haben. Aber wie das immer so ist: Man kommt ja zu nix. Also verweise ich an dieser Stelle auf den Martinez-Artikel von Johann Trasch auf cocktailbart.de – davon hält mich auch nicht ab, dass der Verfasser seinen Text als „nicht besonders gut“ beurteilt. Ich sehe das anders :-)

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