Bekannt ist Drambuie vor allem als Zutat im Rusty Nail. Doch lässt sich der der Whisky-Likör auch hervorragend in anderen Cocktails einsetzen. Hier kommen meine Lieblingsrezepte:
Scotch Whisky, Heidehonig und eine Auswahl von Gewürzen – fertig ist Drambuie. Der Sage nach hat Prinz Charles Edward Stuart im Jahr 1746 das streng geheime Rezept auf der Isle of Skye einem schottischen Clanchef anvertraut, nachdem dieser ihm geholfen hatte vor den englischen Truppen zu fliehen. Zuvor hatte Stuart versucht, den britischen Thron mit Waffengewalt für sich zu beanspruchen – eine ziemlich erfolglose Unternehmung. Heute ist das angeblich immer noch gleiche Rezept ebenso wie die Marke Drambuie im Besitz von William Grant & Sons. Das sind die gleichen, die auch für den Glenfiddich Whisky verantwortlich sind.
Die besten Drambuie-Cocktails
In meinem Regal steht schon seit einiger Zeit eine Flasche Drambuie und ich habe sie ehrlich gesagt immer etwas stiefmütterlich behandelt. Wofür braucht man den Likör? Pur trinken? Ist ok! Als eine von zwei Zutaten im weltberühmten Rusty Nail (s. unten)? Sehr lecker! Aber was noch? Also habe ich mich auf die Suche nach ein paar Rezepten gemacht und einige davon nachgemixt. Hier kommt die Auswahl meiner Favoriten (die Reihenfolge stellt keine Wertung dar):
#1 Rusty Nail
Fangen wir mit dem Klassiker an. Ich würde behaupten, dass der Großteil des weltweit produzierten Drambuies für die Herstellung des Rusty Nails zum Einsatz kommt. Ist nur so eine Schätzung, kann ich natürlich nicht belegen. Das grundlegende Rezept gibt es wohl schon seit den 50er-Jahren. Wirklich populär wurde der Drink dann Anfang der 60er-Jahre – zuerst in den USA, inzwischen längst weltweit. Das Besondere: Er besteht aus lediglich zwei Zutaten.
Zutaten
4 cl Scotch Whisky (z.B. Glenfiddich 12)
2 cl Drambuie
Zubereitung
Alle Zutaten direkt im Glas (Tumbler) auf Eis rühren und mit einem Stück Zitronenschale servieren.
Tipp: Nehmt ihr Bourbon statt Scotch, wird aus dem Rusty Nail ein Rusty Bob und der Drink bekommt einen lieblicheren, vanilligeren Geschmack. Ein interessanter Twist.
#2 The Thistle Punch
Ich stehe Cocktails mit Saft – abgesehen von Zitronen- und Limettensaft – etwas skeptisch gegenüber. Das artet nämlich schnell in einem Gepansche aus. Dass meine Skepsis oft unbegründet ist, beweist der The Thistle Punch. Der fruchtig-bittere Grapefruitsaft ist hier genau recht am Platz und wird nur ganz dezent eingesetzt – ebenso wie der Sherry, der für mehr Komplexität sorgt. Übrigens: Am besten mit frisch gepresster Grapefruit probieren (gilt auch immer für Zitronen- und Limettensaft).
Zutaten
2,5 cl Drambuie
2 cl Grapefruitsaft
1 cl Zitronensaft
2 Barlöffel Sherry
2 Spritzer Angostura Bitter
Zubereitung
Alle Zutaten im Shaker auf Eis kräftig schütteln und mit frischem Eis und einer Zitronenscheibe im Glas (Tumbler) servieren.
#3 The Underdog
Bei diesem Cocktail handelt es sich um die Abwandlung eines Negronis. Wer es bitter-süß und gleichzeitig kräftig-trocken mag, ist hier genau richtig. Ich bin als großer Negroni-Fan von diesem Drink sehr angetan.
Zutaten
2 cl Drambuie
2 cl Trockener Wermut
1,5 cl Amaro (z.B. Campari)
1,5 cl Gin (am besten einen klassischen London Dry Gin)
Zubereitung
Alle Zutaten direkt im Glas (Tumbler) auf Eis rühren und mit einem Stück Zitronenschale servieren.
#4 Highland Margarita
Der Cocktail aus Mexiko (oder stammt er doch aus den USA?) bekommt dank Drambuie einen schottischen Anstrich. Es bleibt der bekannte Klassiker mit der spritzigen Agaven-Note, der Whisky-Likör verleiht ihm aber das gewisse Etwas.
Zutaten
6 cl Tequila Blanco
3 cl Limettensaft
1,5 cl Drambuie
1,5 cl Cointreau
Zubereitung
Alle Zutaten im Shaker auf Eis kräftig schütteln und ohne Eis im Glas servieren. Wer es ganz korrekt machen will, nimmt dafür eine Coupette mit Salzrand.
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