Cocktail des Monats: Las Almendras (u.a. mit Mezcal und Orgeat)

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Cocktail des Monats Juni 2021: Las Almendras

In diesem Beitrag stelle ich euch meinen Top-Cocktail des letzten Monats vor. Ihr findet hier aber auch meine Lieblings-Drinks der vergangenen Monate. Dieser Artikel wird also immer länger und hoffentlich eine schöne Rezeptsammlung.

Mit Whisky, Rum, Gin, Tequila oder ganz was anderem – ich bin in Sachen Cocktails offen für Vieles und vor allem für Neues. Beim Ausprobieren diverser Rezepte gibt es immer wieder den Wow-Effekt und ich denke: „Der ist es! Das Rezept muss ich notieren.“ Und genau diese Drinks möchte ich euch hier vorstellen. Immer zu Beginn des Monats (manchmal etwas später) stelle ich euch den Cocktail vor, der mich im vergangenen Monat am meisten überzeugt hat. Manchmal ist die Qual der Wahl simpel, meistens schwierig – es gibt einfach zu viele gute Rezepte. Aber die Grübelei könnt ihr getrost mir überlassen ;-)

Ich konzentriere mich in der Regel einfach auf die Zutaten und die Zubereitungsweise. Vielleicht gibt es noch ein paar warme Worte zum Aroma und warum der Cocktail mir so lecker schmeckt. Wenn ich ihn oder sie ausfindig machen kann, nenne ich natürlich auch den Urheber oder die Urheberin. Zumindest möchte ich aber die Quelle angeben, aus der ich das Rezept erhalten habe, auch wenn es nicht die Primärquelle ist. Ich versuche mein Bestes. Jetzt aber zu den Cocktail-Rezepten des Monats aus meiner Sicht:

Juni 2021: Las Almendras (u.a. mit Mezcal und Orgeat)

Anfang Juni habe ich diesen Cocktail das erste Mal gemixt und mir damals schon notiert: „Cocktail des Monats???“ Angesichts vieler weiterer guter Drinks, die ich während des Monats ausprobiert habe, fiel mir die Entscheidung echt nicht leicht. Aber: Der Las Almendras ist es am Ende doch geworden. Es ist ein genialer Old-Fashioned-Twist, der nach Rauchmandel mit Schoko-Touch schmeckt. Mit einem Wort: Mega! Wer Mezcal mag, sollte den Las Almendras unbedingt nachmixen. Gefunden habe ich das Rezept übrigens bei den Blogger-Kollegen von Zucker und Zeste. Besten Dank!

Cocktail des Monats Juni 2021: Las Almendras

Las Almendras

Zutaten:
6 cl Mezcal (hier Local Mezcal*)
1,5 cl Orgeat (hier Meneau Orgeat)
3 Spritzer Chocolate Bitters (hier von The Bitter Truth*)

Zubereitung:
Alle Zutaten direkt im Glas auf Eis rühren, eine Orangenschale über dem Glas ausdrücken und ins Glas geben, einen halben Hauch Zimtpulver darüber streuen (im Original eine Zimtstange dazugeben).


Mai 2021: Brazil Mai Tai (u.a. mit Cachaça, Orangen- und Bananenlikör)

Und noch mal Philipp Riehm von Perola! Auch die Inspiration für den Cocktail des Monats Mai kommt von ihm. Und: Der Brazil Mai Tai, um den es hier geht, ist sogar von Philipp selbst kreiert. Am 12. Mai haben wir bei einem Cachaça-Online-Tasting nach der Pur-Verkostung ein paar passende Cocktails gemixt – und dieser Mai-Tai-Twist hat mir tatsächlich am besten gefallen. Es liegt vielleicht auch daran, dass ich generell ein großer Mai-Tai-Fan bin. Der Dreh mit dem Bananenlikör und die Basis aus einem ungereiften und einem gereiften Cachaça haben mir jedenfalls ausgesprochen gut gefallen.

Cocktail des Monats Mai 2021: Brazil Mai Tai

Brazil Mai Tai

Zutaten:
4,5 cl un- oder leicht gereifter Cachaça (hier Salinissima*)
2,5 cl gereifter Cachaça (hier Magnífica Reserva Soleira*)
3 cl Limettensaft
1 cl Curaçao Orangenlikör (hier Pierre Ferrand Dry Curaçao*)
1 cl Bananenlikör (hier Giffard Banane du Bresil*)
1,5 cl Orgeat (Mandelsirup)

Zubereitung:
Alle Zutaten mit Eis shaken und über frischem Eis abseihen. Mit einem Limettenschnitz garnieren. Philipp empfiehlt , ein bisschen Tonkabohne darüber zu reiben. Hab ich probiert, sehr guter Tipp!


April 2021: El Diablo (u.a. mit Tequila, Cassis und Ginger Ale)

Kein Scherz: Am 1. April war Philipp Riehm von Perola der Gastgeber eines Tequila- und Mezcal-Online-Tastings. Via Zoom konnten die Teilnehmer die Abfüllungen der Marke Topanito verkosten und vermixen. Nach dem Pur-Tasting gab es nämlich noch eine kleine Mixing-Session. Das habe ich so in der Form das erste Mal miterlebt und es war schon sehr nett. Drei Stunden und 40 Minuten ging das Zoom-Meeting, es war ein großer Spaß. Dazu habe ich noch viel über Tequila und Mezcal gelernt – und ein paar neue Drinks kennen gelernt. Darunter der El Diablo, ein süffiger Longdrink auf Tequila-Basis, den ich noch nicht kannte, aber mir nach dem ersten Schluck gleich als Kandidat für den Cocktail des Monats notiert habe. Und am Ende ist er es dann auch geworden. Sehr lecker und erfrischend!

Cocktail des Monats April 2021: El Diablo

El Diablo

Zutaten:
6 cl Tequila Blanco (hier: Topanito Blanco 50%*)
2 cl Cassis (z.B. Cassissee Crème de Cassis*)
2 cl Limettensaft
1 Prise Salz
6 bis 10 cl Ginger Ale

Zubereitung:
Alle Zutaten außer Ginger Ale direkt ins Longdrink-Glas geben und mit Eis rühren. Anschließend mit Ginger Ale auffüllen und mit einem Stück Limette garnieren.


März 2021: Dirty Clairin Martini (mit Clairin Le Rocher und Trockenem Wermut)

Ende März durfte ich an einem Tasting des Spirituosen-Importeuers Kirsch teilnehmen. Thema des Abends: Clairin. Das ist der traditionelle Zuckerrohrsaftbrand aus Haiti, der dem Rhum Agricole nicht unähnlich ist. Eine der verkosteten Abfüllungen hat mir ganz besonders gefallen: Clairin Le Rocher, der recht salzig schmeckt, deutliche Noten von Oliven liefert und sich damit von den anderen Kandidaten abhob. Überhaupt war ich bei diesem Tasting von sechs Clairin-Abfüllungen erstaunt, wie groß teilweise der Unterschied ist.

Aber zurück zum Le Rocher: Während des Tasting wurde dieser als Basis eines Dirty Martinis vorgeschlagen. Das ist eine Martini-Variante, die im Original aus Gin, trockenem Wermut und Olivenlake besteht. Nachdem ich mir (weil so begeistert) eine Flasche des Le Rocher zugelegt hatte und mich an den Vorschlag mit dem Dirty Martini erinnert hatte, wurde ich bei der Suche nach einem gescheiten Rezept bei Bar-Vademecum fündig. Dortige Angaben habe ich allerdings leicht angepasst: Etwas mehr Clairin, etwas weniger Wermut und dazu eine Zitronenzeste. Heraus kommt ein Dirty Martini ohne Gin und ohne Olivenlake, letztere ist ja quasi schon inklusive. So wird aus diesem Dirty Martini natürlich einen ganz anderen Drink, weil der Gin durch deinen grundverschiedenen Clairin ausgetauscht wird. Aber ganz ehrlich: Dieser Clairin hat mit seinem fruchtig-gemüsigen Aromen mehr zu bieten, als die meisten Gins, mit denen jemals weltweit ein Dirty Marini gemixt wurde – behaupte ich mal ganz dreist. Das Problem an der Sache: Das funktioniert eben nur mit genau diesem Clairin, dem Clairin Le Rocher. Dann aber umso besser!

Cocktail des Monats März 2021: Dirty Clairin Martini

Dirty Clairin Martini

Zutaten:
5 cl Clairin Le Rocher*
3 cl Trockener Wermut (hier: La Quintinye Vermouth Royal Extra Dry*)

Zubereitung:
Alle Zutaten mit Eis richtig kalt rühren und ohne Eis in ein Martiniglas, eine Coupette oder ein Nick & Nora-Glas (wie im Bild) abseihen. Eine Zitronenteste über dem Glas auspressen und ins Glas geben.


Februar 2021: Beetroot Basher (u.a. mit Aquavit, Rote Beete und Ginger Beer)

An einem Abend im Februar habe ich mal wieder ein Video des sehr geschätzten Jörg Kalinke geschaut (sein YouTube-Kanal DrinkLink ist schwerstens zu empfehlen) und dort von Rote-Beete-Sirup samt eines passenden Cocktails erfahren: dem Beetroot Basher. Er kombiniert Rote Beete mit Aquavit, Limettensaft und Ginger Beer als Topping. Das klang in meinen Ohren sofort nach einer Knallerkombination. Und so war es dann auch: Leichte Süße, gute Säure und natürlich vor allem Würzigkeit von Rote Beete, Aquavit und Ginger Beer. Letzteres bringt noch einen Schuss Schärfe mit – genial. Aquavit-technisch gehen sowohl Dill- als auch Kümmel-lastige Versionen der nordischen Spirituose. Ich habe beides probiert (im Foto seht ihr den Aalborg Dild mit Dillfokus). Das Rezept geht zurück auf Rasmus Poulsgaard, einen dänischen Bartender, der es unter anderem im Buch „Akvavit“ veröffentlicht hat, das er wiederum mit seinem Kollegen Sune Birk Risum-Urth verfasst hat.

Cocktail des Monats Februar 2021: Beetroot Basher

Beetroot Basher

Zutaten:
5 cl Aquavit (hier: Aalborg Dild*)
2 cl Limettensaft
2 cl Rote-Beete-Sirup
Ginger Beer (hier: Goldberg Ginger Beer*)

Für den Sirup eine frische Rote-Beete-Knolle schälen, würfeln und in 200 Milliliter Waser etwa zehn Minuten ganz sachte kochen lassen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen, 200 Gramm Zucker dazu geben und rühren. Hat der Zucker sich aufgelöst, alles durch ein Sieb gießen und erkalten lassen.

Zubereitung:
Alle Zutaten außer Ginger Beer mit Eis shaken und auf frisches Eis in einen Tumbler abseihen. Den Drink mit etwa 2 bis 3 cl Ginger Beer toppen. Mit Dill oder einem Rote-Beete-Chip dekorieren.

Rezept nach Rasmus Poulsgaard. Ich habe sowohl das Cocktail- als auch das Sirup-Rezept etwas angepasst, damit es insgesamt kräftiger nach Roter Beete schmeckt – ich liebe Rote Beete ;-)


Januar 2021: Le Gand (u.a. mit Quinquina, Cognac und Champagner)

Tja, was soll ich sagen? Es ist mal wieder ein Rezept aus dem Difford’s Guide, ich blättere wirklich gerne in dem dicken Buch. Dass ich den Le Grand gefunden habe, ist aber Zufall. Meine bessere Hälfte hat einmal „Stopp“ gesagt und einmal eine Zahl zwischen 1 und 10 genannt – und mein Finger landete auf diesem Drink. Gut so! Denn es handelt sich hier um einen schön kräftigen Aperitif-Cocktail mit breiter Weinbasis, dem der Champagner die perfekte prickelnde Frische verleiht. Im Originalrezept kommt übrigens Byrrh zum Einsatz, ein Aperitif, der zur Gruppe der Quinquina gehört, die aufgrund der verwendeten Chinarinde einen hohen Anteil an Chinin enthalten. Das verleiht ihnen einen markanten, bitteren Geschmack. Ich habe statt Byrrh den La Quintinye Vermouth Royal genutzt, der ebenfalls mit Chinarinde aromatisiert ist. Ohne einen direkten Vergleich zu haben, klappt das meiner Meinung nach wunderbar.

Cocktail des Monats Januar 2021: Le Grand

Le Gand

Zutaten:
5 cl Quinquina (im Original: Byrrh* / hier: La Quintinye Vermouth Royal*)
3 cl Cognac VSOP (hier: Frapin VSOP*)
1 Barlöffel Grenadine
Trockener Champagner (bitte nicht wegen des Sekts im Foto hauen, ich habe es im zweiten Versucht zumindest mit einem ordentlichen trockenen Sekt versucht, was besser funktioniert hat)

Zubereitung:
Quinquina, Cognac und Grenadine mit Eis shaken und in eine Glas ohne Eis abseihen, mit Champagner auffüllen.

Originalrezept von Samuel Rose, leicht abgewandelt von Simon Difford.


Dezember 2020: Chocosnaps med Klementin (u.a. Aquavit und Clementinensaft)

„Die Kombination von Clementinen mit Schokoladen-Thymian-Aquavit ist eine ausgezeichnete Idee, auf die man erst einmal kommen muss.“ Da stimme ich Sepo von galumbi.de uneingeschränkt zu. Auf seiner Webseite habe ich Anfang Dezember das Rezept für den Chocosnaps med Klementin gefunden. Sepo selbst hat das Rezept bei Mixology gefunden, wo Hardeep Singh Rehal aus der Kopenhagener Bar 1105 als Urheber genannt wird. Für ein Magazin sollte er einen Cocktail kreieren, der das dänische Volk widerspiegelt und der zudem in die Weihnachtszeit passt. Et voilà: Ein Drink mit Aquavit und Clementinensaft, Clementinen stehen ja für die Winterzeit wie keine andere Frucht. Zum Einsatz kommt aber nicht einfach nur ein normaler Aquavit, sondern ein selbstgemachter Schokoladen-Thymian-Aquavit, der etwas Vorlaufzeit benötigt (s. unten). Mir hat der Cocktail wirklich sehr gut geschmeckt. Dem Weihnachts- und Silvesterbesuch konnte ich ihn ebenfalls servieren und er kam auch hier gut an. Die Mischung aus dem Kümmel des Aquavits, der dunklen Schokolade, dem Thymian, dem Clementinensaft und der Zitrone ist klasse: Würzig, süß und sauer zugleich, der Chocosnaps med Klementin passt perfekt in die Jahreszeit. Ich habe allerdings den Anteil des Zuckersirups etwas heruntergeschraubt, weil ich den Saft alleine schon süß genug fand.

Cocktail des Monats Dezember 2020: Chocosnaps med Klementin

Chocosnaps med Klementin

Zutaten:
5 cl Schokoladen-Thymian-Aquavit
4 cl Clementinensaft (frisch gepresst)
1 cl Zuckersirup
1 cl Zitronensaft (frisch gepresst)

Für den Schokoladen-Thymian-Aquavit 1 Liter Aquavit mit 100 Gramm dunkler Schokolade, 10 Gramm Rohrzucker und drei Zweigen Thymian mischen und vier bis fünf Tage einem luftdichten Gefäß ziehen lassen. Regelmäßig schütteln. Anschließend durch ein Passiertuch oder einen Kaffeefilter abseihen. Ich habe die Mengenangaben auf meine 0,7-Liter-Flasche Linie Aquavit umgerechnet.

Zubereitung:
Alle Zutaten mit Eis shaken und in einen Tumbler mit frischem Eis abseihen. Mit einem Zweig Thymian garnieren.

Originalrezept von Hardeep Singh Rehal (Bar 1105, Kopenhagen), gefunden auf galumbi.de.


November 2020: The Addington (u.a. mit Cognac, Rotem Wermut, Benedictine)

So langsam merke ich selbst, dass der Kauf der neuen Auflage von „Difford’s Guide to Cocktails“ die Wahl meines „Cocktail des Monats“ immer wieder stark beeinflusst. Ich blättere einfach zu gerne in dem dicken Rezepteschmöker und lasse mich inspirieren. So habe ich auch im November einige Drinks von den ersten Seiten nachgemixt (über den Buchstaben A bin ich bisher nicht hinausgekommen ;-)) – darunter auch mein letztmonatiger Favorit: The Addington. Allerdings habe ich das Ausgangsrezept etwas varriert, weil mir der Drink mit nur einem Spritzer Bitter zu süß war. Mit 1 cl wird es ein runder Drink mit einer guten Mischung aus Süße und Würzigkeit. Tiptop!

The Addington

Zutaten:
4,5 cl Cognac VSOP (hier Frapin VSOP*)
2,25 cl Roter Wermut (hier Helmut der Rote*)
1 cl Benedictine DOM*
1 cl Bogart’s Bitters*

Zubereitung:
Alle Zutaten sehr gut auf Eis rühren und in eine Cocktailschale oder ein Nick & Nora-Glas abseihen. Mit einer Zitronenzeste garnieren.

Originalrezept von Guy Butler, gefunden im „Difford’s Guide to Cocktails“


Oktober 2020: 1910 (u.a. mit Rotem Wermut, Mezcal und Cognac )

Difford’s Guide kann ich nur immer wieder empfehlen. Die Webseite dürfte wohl die größte Sammlung von Cocktail-Rezepten im Netz sein – glaube ich. Vom Herausgeber gibt es auch ein Buch, das immer wieder in neuen Auflagen erscheint. Die aktuelle 15. Auflage habe ich mir zugelegt: 3000 Rezepte auf stolzen zwei Kilogramm Papier. Nicht gerade ein Taschenbuch, aber es macht einfach Spaß, darin zu blättern. Und gleich auf der ersten Seite des Rezeptekapitels (auf den Seiten davor gibt es ein paar einleitende Worte über Spirituosen und Barzubehör) habe ich den „1910“ gefunden. Der „1910“ kombiniert roten Wermut mit Mezcal und Cognac, was gut funktioniert – unfassbar gut sogar. Zusammen mit Maraschino-Likör und Peychaud’s Bitters ist das Ding echt der Knaller und einer der besten „Cocktail des Monats“-Cocktails, die ich bisher vorgestellt habe. Rauchig, fruchtig, bitter, süß – der Drink hat eigentlich alles, aber von nichts zu viel oder zu wenig. Top!

Cocktail des Monats Oktober 2020: 1910

1910

Zutaten:
3 cl Roter Wermut (hier Helmut*)
2,25 cl Mezcal (hier Local*)
2,25 cl Cognac (hier Courvoisier VSOP*)
1,5 cl Maraschino-Likör (hier Schladerer Maraschino*)
2 Spritzer Peychaud’s Bitters*

Zubereitung:
Alle Zutaten sehr gut auf Eis rühren und in eine Cocktailschale abseihen. Mit einer Orangenzeste garnieren.

Originalrezept von Ezra Star, gefunden auf diffordsguide.com


September 2020: Damn It Jimmy (u.a. mit Rum, Sake und Sherry)

Der „Damn It Jimmy“ wurde 2008 von Simon Difford erfunden (der Mann hinter der extrem empfehlenswerte Cocktail-Datenbank difforsguide.com). Er bezeichnet ihn tatsächlich als besten Drink, den er bisher erschaffen hat. Das will schon was heißen, denn es ist beileibe nicht das einzige Rezept von Difford. Und ja: Der Cocktail kann was – einiges sogar. Auf die Idee, weißen Rum mit japanischem Sake zu mischen und dann noch trockenen Wermut und einen trockenen Fino Sherry dazuzupacken, kommt man sicher nicht mal eben so. Dafür ist der „Damn It Jimmy“ extrem komplex, eher auf der trockenen, sogar leicht salzigen Seite. Eine gewisse Süße ist aber auch dabei. Tiptop! Sich alleine dafür eine Flasche Sake zuzulegen, lohnt sich auf jeden Fall. Ich habe das Rezept übrigens zuerst bei cocktailbart.de gefunden. Danke!

Damn It Jimmy

Zutaten:
4,5 cl Weißer Rum (hier Veritas Foursquare & Hampden*)
4,5 cl Junmai Sake (z.B. Kizakura S Junmai Daiginjo*)
0,75 cl Fino Sherry (z.B. González Byass Tío Pepe Sherry Palomino Fino*)
0,75 cl Trockener Wermut (hier Carpano Dry*)
0,5 cl Zuckersirup

Zubereitung:
Alle Zutaten sehr gut auf Eis rühren und in eine Cocktailschale, ein Martini-Glas oder ein Nick & Nora-Glas (wie auf dem Foto) abseihen. Laut Originalrezept kommt eine mit Blauschimmelkäse gefüllte Olive als Garnitur zum Einsatz. Sowas hatte ich gerade nicht zur Hand, deswegen lasse ich die Garnitur ganz weg.

Rezept von Simon Difford von diffordsguide.com.


August 2020: Hair Trigger (u.a. mit Rum, Fernet Branca und Ingwer)

Diesen Cocktail hatte ich bereits im August 2019 das erste Mal gemixt. Er hatte mir damals ganz vorzüglich geschmeckt. Allerdings war er in Vergessenheit geraten, bis ihn jemand in der Facebook-Gruppe „Cocktails und Barkultur“ noch mal vorgestellt hatte (danke für die Erinnerung, Oliver). Das war für mich der Anlass, das Ding fast genau ein Jahr später noch mal zu mischen – und siehe da: Der „Hair Trigger“ schmeckt immer noch köstlich :-) Es ist ein toller Drink mit einer super Mischung aus Bitterkeit, Süße, Säure, Schärfe und jamaikanischem Funk (wenn man denn einen jamaikanischen Rum nimmt).

Hair Trigger: Cocktail des Monats August 2020

Hair Trigger

Zutaten:
3 cl Rum (hier Worthy Park Single Estate*)
3 cl Fernet Branca*
2,25 cl Ingwersirup
2,25 cl Limettensaft
0,75 cl Zuckersirup

Zubereitung:
Alle Zutaten mit Eis shaken und in einen Tumbler mit frischem Eis abseihen.

Der ursprüngliche Tipp für den Cocktail kam von André von thesharkcreek.com.


Juli 2020: Black Rock Chiller (mit Branca Menta, Suze, Tequila)

So genannte Scaffa-Cocktails sind eine spannende Sache. Es handelt sich dabei um Drinks, die ungekühlt bei Raumtemperatur genossen werden. Warum sollte man das tun, fragt sich der geneigte G&T-Trinker? Weil warm ganz andere Aromen zu riechen und schmecken sind. Beim „Black Rock Chiller“, den ich für Juli 2020 als Cocktail des Monats präsentiere, ist das genau so – und er schmeckt mir warm sogar besser als kalt. Ich habe es getestet. Ein echter Scaffa eben. Probiert es aus! Meine Anmerkungen zu diesem Drink: Der Branca Menta (ich liebe dieses Zeug) dominiert mit seiner bitteren Minznote, wird vom Tequila und Suze (Enzianlikör) aber wunderbar eingefangen. Ein super Mischung aus Minze, Bitterkeit, leichter Süße und erdiger Agave.

Black Rock Chiller: Cocktail des Monats Juli 2020

Black Rock Chiller

Zutaten:
3 cl Tequila Reposdao (z.B. von Huizache*)
3 cl Branca Menta*
3 cl Suze* (Enzianlikör)

Zubereitung:
Alle Zutaten direkt ins Glas geben und kurz umrühren. Bei Zimmertemperatur genießen.

Rezept gefunden auf cocktailvirgin.blogspot.com


Juni 2020: Old Cuban (u.a. mit Rum und Champagner)

Der Old Cuban ist ein so genannter moderner Klassiker. Das ist eine Cocktail-Kategorie, zu der auch andere berühmte Drinks gehören, die im Zuge der Bar-Renaissance Anfang des Millenniums kreiert wurden. Der Gin Basil Smash gehört zum Beispiel auch dazu. Aber jetzt und hier geht es eben um den Old Cuban, erschaffen im Jahr 2002 von der sehr umtriebig Bartenderin Audrey Saunders (ihre New Yorker Bar „Pegu Club“ musste übrigens kürzlich schließen, angeblich hat sie den Corona-Shutdown nicht überstanden). Es handelt sich dabei um eine Art Shortdrink-Version des Mojitos (übrigens ein echter alter Klassiker), der statt mit Sprudel/Soda mit Champagner oder Sekt aufgefüllt wird. Außerdem kommt hier die Minze – anders als beim Mojito – nicht mit ins Glas. Obwohl der Old Cuban ein Klassiker ist, hatte ich ihn erst vor kurzem das erste Mal im Glas. Und was soll ich sagen: Das war eindeutig zu spät, denn dieser Cocktail ist extraklasse. Unbedingt probieren. Die Mischung aus Rum, Zucker, Limette, Bitters, Minze und Champus ist perfekt!

Old Cuban: Cocktail des Monats Juni 2020

Old Cuban

Zutaten:
4,5 cl leicht gereifter Rum (z.B. Veritas Foursquare & Hampden*)
2 cl Limettensaft
3 cl Zuckersirup (z.B. von Monin*)
2 Spritzer Angostura Bitters*
10 Minzblätter
6 cl Champagner oder trockener Sekt

Zubereitung:
Zuckersirup und Minzblätter zuerst in den Shaker geben und mit dem Stößel ganz sachte andrücken. Dann alle weiteren Zutaten außer dem Champagner dazu und auf Eis kräftig shaken. Ohne Eis in eine Cocktail-Schale doppelt abseihen und mit Champagner auffüllen.

Rezept von Audrey Saunders


Mai 2020: Blackberry Malt Cocktail (u.a. mit Whisky und Brombeeren)

Diesen Cocktail habe ich früh im Mai gemacht und deswegen ist es jetzt schon ein paar Tage her. Leider habe ich mir keine (Geschmacks-)Notizen gemacht. Nur „Cocktail des Monats?“ steht neben dem Rezept. Also scheint mir die Mischung aus Single Malt Whisky, Brombeeren und Limette sehr geschmeckt zu haben. Ich vertrau mir da einfach mal … kommt nicht oft vor ;-) Also nachmachen!

Blackberry Malt Cocktail

Zutaten:
5 cl Single Malt Whisky* (eigentlich Irish, ich habe Scotch genommen)
5 frische Brombeeren
2 cl Limettensaft
2 cl Zuckersirup (z.B. von Monin*)
Soda-/Sprudelwasser

Zubereitung:
Brombeeren und Zuckersirup in Shaker geben und Brombeeren mit Stößel zerdrücken. Limettensaft und Whisky hinzugeben und mit Eis gut shaken. In ein Glas mit frischem Eis abseihen und mit einem guten Schuss Sprudelwasser auffüllen.

Rezept gefunden thespruceeats.com.


April 2020: Jack & Coke OF (u.a. Whisky und Cola-Sirup)

Wenn ich das richtig verstanden habe, stammt dieser Cocktail ursprünglich von Bartender Leandro DiMonriva, der den YouTube-Kanal „The Educated Barfly“ betreibt. Ich bin durch Florian in der Facebook-Gruppe „Cocktails und Barkultur“ darauf aufmerksam geworden. Weil ich nicht alle Zutaten für das Originalrezept vorrätig hatte, habe ich das Ganze etwas geändert – auf Neudeutsch „getwisted“. Statt Cola-Sirup habe ich ein Sirup genommen, dass ich aus der Fritz-Kola Karamell-Kaffee hergestellt habe. Statt Sherry habe ich Portwein genommen. Ganz kurz: Dieser Cocktail ist eine ziemlich geniale Mischung aus süß und bitter. Top!

Jack & Coke OF: Cocktail des Monats April 2020

Jack & Coke OF

Zutaten:
4,5 cl Tennessee Whisky (im Original ist es Jack Daniel’s Old No. 7*, ein Bourbon tut’s aber auch)
1,5 cl Fritz-Kola Karamell-Kaffee (im Original Cola-Sirup)
0,75 cl Portwein* (im Original PX-Sherry)
0,75 cl Fernet Branca*

Zubereitung:
Alle Zutaten direkt im Glas auf Eis rühren und mit einer Orangenzeste garnieren.

Rezept gefunden in der Facebook-Gruppe „Cocktails und Barkultur“.


März 2020: Devil’s Soul (u.a. mit Mezcal und Rye Whiskey)

Anlässlich der Corona-Pandemie und des allgegenwärtigen Mottos #stayhome im März 2020 gab es in meiner Lieblings-Facebook-Gruppe „Cocktails feiner Geister“ die Aktion „stay @home & mix together“. Jeder, der sich berufen fühlte, durfte für einen Abend den Posten des Barchefs übernehmen, den anderen einen Cocktail vorstellen und zum Nachmixen und vor allem Twisten aufrufen. Ich war am 23. März dran und habe mich für den Devil’s Soul entschieden, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass die Zutaten auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenpassen. Aber trotzdem ist es am Ende eine echt harmonische Mischung. Ich war besonders überrascht, wie gut sich die Rauchigkeit vom Mezcal einbindet.

Devil's Soul: Cocktail des Monats März 2020

Devil’s Soul

Zutaten:
4,5 cl Rye Whiskey (z.B. Knob Creek Rye*)
1,5 cl Mezcal (z.B. Del Maguey Vida*)
1,5 cl Averna* (hab stattdessen Appenzeller genommen)
0,75 cl Aperol*
0,75 cl St. Germain Holunderlikör*

Zubereitung:
Alle Zutaten sehr gut auf Eis rühren und in eine Cocktailschale abseihen. Gerne mit einer flambierten Orangenzeste abspritzen.

Rezept gefunden bei Steve the Bartender auf YouTube.


Februar 2020: Vialadier (u.a. mit Bergamottenlikör und Scotch)

Hier kommt der Bergamotten-Likör Italicus richtig gut zum Einsatz. Aber bitte darauf achten, dass der Scotch nicht zu rauchig ist. Ich habe mich für einen Johnnie Walker Island Green entschieden, im Original kommt ein Woldburn Morven zum Einsatz.

Vialadier: Cocktail des Monats Februar 2020

Vialadier

Zutaten:
2 cl Italicus Rosolio di Bergamotto*
2 cl Trockener Wermut (z.B. Noilly Prat*)
3 cl Leicht rauchiger Scotch (Johnnie Walker Island Green*)

Zubereitung:
Alle Zutaten auf Eis rühren und in eine Cocktail-Schale ohne Eis abseihen.

Rezept von David Gran (davidgran.de)


Januar 2020: Old Chap (u.a. mit Bourbon und Port)

Das Zusammenspiel von Bourbon und Port ist einfach der Knaller. Die Süße der beiden Hauptzutaten und des Ahornsirups wird von der Bitterkeit von Campari und Suze wieder eingefangen. Erstklassig!

Old Chap: Cocktail des Monats Januar 2020

Old Chap

Zutaten:
4 cl Bourbon (z.B. Maker’s 46*)
2 cl Portwein*
1,5 cl Campari*
1 cl Suze* (Enzian-Likör)
1 BL Ahornsirup

Zubereitung:
Alle Zutaten mit Eis rühren und über frischem Eis abseihen.

Rezept von Kostas Ignatiadis, gefunden in Cocktailian No. 1

6 Kommentare

  1. Was für ein cooler Beitrag. Ich finde besonders die Kombination aus Infos und Rezepten super. Ich selber beschäftige mich gerne mit diesem Thema und freue mich auf neue Beiträge.
    LG

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