Das erste eigene Whisky-Tasting: Chris hat sich getraut

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Chris Weise beim Whisky-Tasting

Schon mal darüber nachgedacht, ein Whisky-Tasting zu veranstalten? Als Whisky-Fan möchte man seine Begeisterung und sein Wissen gerne mit anderen teilen. Chris Weiser aus Saarbrücken hat es getan und mir im Interview erzählt, wie sein erstes Tasting mit und vor Publikum lief.

Für sieben interessierte Leute hat Chris am 29. November 2019 in Saarbrücken zum allerersten Mal ein Whisky-Tasting veranstaltet. Ich bin auf ihn aufmerksam geworden, als er in einer der Whisky-Facebook-Gruppen, in denen ich ebenfalls Mitglied bin, um Rat für die Auswahl der Whiskys fragte. Da ich selbst schon mal mit dem Gedanken gespielt habe, ein Tasting in einen etwas offizielleren Rahmen aufzuziehen (also nicht bloß spontan mit ein paar Freunden im Wohnzimmer), hat mich die Sache sofort interessiert. Ich habe Chris gebeten, mit zum Thema einige Fragen zu beantworten, was euch vielleicht auch interessiert. Hier also mein kurzes Interview mit Chris Weiser (zu seinem Facebook-Profil):

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Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, ein Whisky-Tasting anzubieten?
Die Idee kam mir, als ich selbst bei einem Tasting war und mir dachte „Hey, das kann ich doch auch“, weil ich auch schon das nötige Wissen hatte zu dem Thema. Zum anderen war es eine gute Möglichkeit, mal meine ganzen Flaschen etwas schrumpfen zu lassen.

Wie hast du dich konkret auf das Tasting vorbereitet?
Ich hatte das Glück, dass bei mir im Haus eine Organisation sitzt, die viel im und ums Haus für die Menschen und Nachbarn macht und organisiert, und die hatten Konferenzräume und haben mir diese zur Verfügung gestellt und sogar die Werbung übernommen.

Für welche Abfüllungen hast du dich letztendlich entschieden und wie viel hast du dafür verlangt?
Ich hab 35 Euro genommen für sechs Whiskys. Das waren Tomatin Legacy, Aberfeldy 12, Old Pulteney 12, Edradour 12 Caledonia, Talisker 10 und Laphroaigh Quarter Cask. Ich hab als eine Art Dekoration noch andere Flaschen aus meiner Bar aufgestellt. Da durften sich die Leute nach dem Tasting dann noch bedienen, wenn sie wollten.

Viele, die ein Tasting oder einen anderen Vortrag veranstalten, fürchten sich davor, nicht genügend zu dem Thema zu wissen und vielleicht Fragen nicht beantworten zu können. War das bei dir auch so und wie bist du damit umgegangen?
Bei mir war es das Gegenteil. Ich habe das Tasting für Leute gemacht, die von Whisky so gar keine Ahnung hatten. Ich hatte eher Angst, dass ich denen zu viele Infos gebe. Im Endeffekt war es dann wirklich sehr viel Theorie, aber die Leute fanden es gut. Ich denke aber, nicht jeder hat die Lust und Zeit so viel zusammenzustellen.

Wie bewertest du rückblickend dein erstes Tasting?
Es lief sehr gut, wie schon gesagt. Am Anfang vielleicht zu wissenschaftlich, zu trocken und zu theoretisch. Aber sonst war alles reibungslos.

Hast du schon ein weiteres Tasting geplant? Kannst du dazu schon ein paar Infos verraten?
Wenn der Verein nochmal mitspielt, will ich das auf jeden Fall demnächst machen. Thema wären dann wohl deutsche oder internationale Whiskys.

Hast du Tipps für alle, die auch mit dem Gedanken spielen, ein Whisky-Tasting durchzuführen?
Überlegt zuerst, was genau ihr den Leuten vermitteln wollt und sucht dann die Whiskys raus. Mehr als sechs bis acht sollten es nicht sein. Interessante Infos zu den Brennereien suchen, Fachbegriffe erklären können und vor allem: Das ganze Tasting in einem lockeren Rahmen halten.

Lieber Chris, vielen Dank für das Interview und die Fotos.

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