Shaker, Jigger, Strainer & Co.: Die wichtigsten Werkzeuge für die Hausbar

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Das wichtigste Werkzeug für deine Hausbar

Brauch ich zwingend spezielles Barzubehör, um zu Hause einen Cocktail zu mixen? Nö! Einen Martini bekommt ihr streng genommen mit einem langen Löffel und einem Schnapsglas zum Abmessen hin. Einen Whisky Sour kann man zur Not auch in der Tupperdose schütteln. Aber ganz ehrlich: Mit einem schicken Shaker, Messbecher und Barsieb macht das Ganze schon mehr Spaß. Und wie nehmen unser Hobby ja auch ernst, oder? Zumindest ein bisschen. Was kann ich also als wichtige Grundausstattung empfehlen, und was gehört in die Kategorie „ganz nett, aber kein Muss“? Hier meine ganz persönliche Einschätzung:

Shaker: Sehr wichtig

Cocktail-Shaker

Das wichtigste Utensil in einer Bar – egal ob professionell oder daheim – ist und bleibt der Cocktail-Shaker. Alle Zutaten zusammen mit Eis (manchmal auch ohne) in einem Shaker ordentlich durchzuschütteln, ist bei der Zubereitung sehr sehr vieler Cocktails ein Muss. Im Handel findet ihr in der Regel drei verschiedene Arten von Shakern.

  • Gerade unter Hobby-Mixologen ist der dreiteilige so genannte Cobbler Shaker weit verbreitet, weil er oft günstig zu haben und einfach zu nutzen ist. Er besteht aus einem Becher, einem Aufsatz mit integriertem Sieb und eine Verschlusskappe, die alle dicht aufeinander sitzen. Die Handhabung ist besonders einfach, weil ihr kein Barsieb/Strainer (s. unten) benötigt, um den geschüttelten Drink ins Glas zu gießen – das Sieb ist ja schon eingebaut.
  • Nicht ganz so leicht lässt sich der so genannte Boston Shaker bedienen. Er besteht aus zwei fast gleich großen Bechern: einer aus Metall, der andere aus Glas. Der Glasbecher wird (leicht schief) in den Metallbecher gesteckt, so dass das die ganze Geschichte dicht ist. Nach dem Schütteln benötigt ihr aber ein Barsieb, wenn ihr nicht wollt, dass das Eis, Obstkerne, Minzblätter und weitere nicht-flüssige Zutaten im Gästeglas landen. Der Einsatz des Boston Shakers erfordert etwas Übung, damit sich der Inhalt nicht über die eigenen Klamotten und die Theke ergießt. Vor allem das Zusammenstecken und Öffnen ist nicht so einfach wie beim Cobbler Shaker. Ich weiß da leider, wovon ich rede. Ich hatte schon ein oder zwei saumäßige Unfälle. Meistens hat es aber ganz gut funktioniert.
  • Der Tin Tin Shaker sieht ganz ähnlich aus wie der Boston Shaker, allerdings bestehen hier beide Teile aus Metall. Ich würde behaupten, dass ist die Art von Shaker die in hochwertigen Cocktailbars am häufigsten zum Einsatz kommt. Er ist bruchsicher, weil ohne Glas. Außerdem kühlt er den Drink schnell herunter, weil die Flüssigkeit viel Kontakt zum Eis bekommt. Auch hier gilt: Dichtes Schließen und Öffnen erfordert etwas Übung, aber das hat man schnell drauf.
    • Eine Unterart des Tin Tin Shakers ist der French oder Parisienne Shaker, bei dem das obere Teil nicht schräg eingesetzt wird (s. Foto ganz rechts), beide Hälften sehen auch ganz unterschiedlich aus. Dieses Modell benutze ich auch sehr gerne, weil er sich gut packen und schütteln lässt. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass besonders günstige Modelle sich so ineinander verkeilen können, dass man sie nach dem Shaken kaum noch öffnen kann. Ich habe aber zwei Shaker vom Hersteller The Elan Colletive, bei denen das noch nie passiert ist.

Mein Tipp: Diesen Tin Tin Shaker kann ich absolut empfehlen, er kommt bei mir häufig zum Einsatz. Er ist hochwertig verarbeitet, liegt gut in der Hand und ist spülmaschinenfest.

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Barmaß/Jigger: Sehr wichtig

Barmaß und Jigger

Ein Schnapsglas mit 2 cl (2 Zentiliter = 20 Milliliter) Inhalt reicht im Grund aus, um die Zutaten laut Cocktailrezept einigermaßen richtig abzumessen? Naja! Erstens: „Einigermaßen“ ist kein Argument, wenn man die Sache halbwegs vernünftig machen möchte. Und zweitens: Ein echtes Barmaß – auch Jigger genannt – erleichtert die Arbeit hinter der Theke extrem.

Weit verbreitet ist das Modell, mit dem man 2 und 4 cl abmessen kann. Es sieht aus, wie zwei Pinnchen, die am Boden zusammengeklebt sind. Es gibt auch die Aufteilung 1,5 und 3 cl. Das entspricht 0,5 und 1 Flüssigunze (oz). Das ist eine Maßeinheit, die man vor allem in englischsprachigen Rezepten begegnet. Man sollte zumindest wissen, wie man beide Einheiten (cl und oz) ineinander umrechnet, wenn man keinen Jigger mit zwei Skalen besitzt.

Und damit kommen wir zum Thema: Auch ich habe in den naiven „Ich-mix-Orangensaft-mit-Wodka-steck-ein-Schirmchen-rein-und-nenne-es-Cocktail“-Anfangstagen den Jigger mit 2/4-cl-Einteilung benutzt (vermutlich weil er bei einem der ersten Cocktail-Sets dabei war). Mittlerweile kann ich diese Art von Jigger ohne weitere Skalierung absolut nicht mehr empfehlen.

Deswegen finde ich auch, dass ein Schnapsgläschen mit 2 cl nur als ABSOLUTE Notlösung zu gebrauchen ist. Stattdessen rate ich zu einem Messbecher mit möglichst kleinteiliger Skala – am besten noch mit zwei Skalen: Milliliter bzw. Zentiliter (ml bzw. cl) UND Flüssigunzen (oz). Was ist zum Beispiel, wenn im Rezept „1 cl“ steht? Den 2-cl-Teil des Jiggers zur Hälfte zu füllen, ist verzwickt, weil das Barmaß meist kegelförmig ist. Und was ist, wenn im Rezept „2,25 cl“ steht? Dann wird’s echt schwierig! Übrigens: So krumme Angaben kommen meistens zustande, wenn oz in cl umgerechnet werden. 2,25 cl sind 3/4 oz.

Mein Tipp: Holt euch einen Jigger mit einer Messskala, mit der man in 0,5- oder sogar 0,25-Schritten abmessen kann, am besten noch mit cl- und oz-Skale. Jigger mit feiner Skalierung gibt es einige, aber mit feiner Skalierung UND mit Zentiliter sowie Unzen? Das ist relativ selten. Ich empfehle an erster Stelle den EasyJigger von Difford’s Guide oder an zweiter Stelle diesen hier:

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Barsieb/Strainer: Sehr wichtig

Barsieb und Strainer

Wer einen Boston, Tin Tin oder French/Parisienne Shaker benutzt, braucht gezwungenermaßen ein Barsieb. Dieser so genannte Strainer (strain = sieben/seihen) hält Eis und andere nicht-flüssige Zutaten im Shaker zurück, damit diese nicht im Glas landen. Ihr könnt dafür natürlich auch ein herkömmliches, feinmaschiges Küchensieb/Teesieb nutzen, aber damit klappt das Ausgießen gar nicht gut. Beim Cobbler Shaker ist ein Sieb bereits im Aufsatz integriert. Aber trotzdem könnt ihr auch hier ein Barsieb benutzen, wenn ihr wollt – sieht irgendwie professioneller aus 😉

Mein Tipp: Ich empfehle einen Strainer mit „Öhrchen“ links und rechts, damit er schön auf dem Rand des Shakers aufliegt. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Strainer gibt, die eindeutig zu groß für meine Shaker sind. Absolut empfehlen kann ich dieses Modell, davon habe ich mir gleich mehrere zugelegt:

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Zitruspresse: Sehr wichtig

Zitruspresse

Dass frisch gepresster Zitronen- oder Limettensaft besser schmeckt als der fertige aus der Flasche, muss ich wohl nicht erklären. Ob ihr dabei die Zitronen- oder Limettenhälften mit der Hand ausquetscht oder eine der zahlreichen Pressen nutzt, bleibt letztendlich euch überlassen. Ich benutze am liebsten die Handpresse, die ihr hier im Bild seht. Diese Dinger gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen und werden „Mexical Elbow“ genannt.

Die Qualitätsunterschiede bei den unterschiedlichen Modellen sind gigantisch, das habe ich inzwischen auch selbst herausgefunden – leider. Von den grün-gelben Pressen (s. Foto) habe ich schon zwei geschrottet, das Scharnier ist beim Auspressen glatt gebrochen. Außerdem blättert schnell der Lack ab. Achtet also auf eine halbwegs stabile Konstruktion. Am besten aus Edelstahl und nicht aus Alu. Und am besten nicht lackiert oder so.

Mein Tipp: Ich kann folgendes Modell von WMF absolut und wirklich dringend empfehlen. Es ist nicht ganz günstig, aber davon habt ihr lange was. Zitronen, Limetten und kleine Orangen lassen sich damit hervorragend auspressen.

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Feinsieb: Wichtig

Feinsieb

Und hier kommt noch ein Sieb, das aber ohnehin in vielen Küchen zur Ausstattung gehört. Bei einigen Cocktails reicht nämlich das Barsieb bzw. das integrierte Sieb im Shaker nicht aus, um ungewollte Kleinteile zurückzuhalten. Ein Beispiel ist etwa der Gin Basil Smash, bei dem Basilikumblätter erst zerstampft und dann mit im Shaker geschüttelt werden. Die kleinen Basilikumreste würden ohne dieses Feinsieb im Glas landen, also hält man beim Auskippen des Shakers zusätzlich noch das Feinsieb dazwischen. Diese Methode nennt man auch „doppelt abseihen“ oder auf Englisch „double strain“, weil man den Cocktail eben durch zwei Siebe nacheinander filtert.

Wichtig ist der double strain auch bei Drinks, die ohne Eis serviert werden, weil damit kleine Eissplitter zurückgehalten werden, die dann nicht auf der Oberfläche das Cocktails herumschwimmen – das ist nämlich kein besonders schöner Anblick. Das gilt insbesondere für geschüttelte Cocktails, weil dabei überhaupt erst Eissplitter entstehen. Bei gerührten Drinks ist das weniger problematisch.

Mein Tipp: Ich empfehle ein Feinsieb, das trichterförmig zuläuft. Damit ist die Chance geringer, dass was daneben geht. Zum Beispiel:

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Stößel: Wichtig

Stößel

Eine Caipirinha ohne Stößel herzustellen, geht ja eigentlich gar nicht. Aber auch für andere Cocktails wie etwa einen Gin Basil Smash ist solch ein Werkzeug hilfreich – gerade bei letztgenanntem sollte man aber nur ganz vorsichtig drücken, um nicht zu viele Bitterstoffe aus den Kräutern in den Drink zu pressen. Ganz schlecht ist es, wenn man die Blätter (Basilikum, Minze etc.) zerfetzt hat. Dann seid ihr eindeutig zu kräftig gewesen ;-)

Aktuell besitze ich einen Stößel aus Holz, einen aus Kunststoff und einen aus Metall mit Kunststoffanteil.

  • Der Holzstößel hat Zacken an der Unterseite. Also noch mal doppelte Vorsicht! Beim Ausquetschen von Limettenvierteln ist das aber kein Problem. Der Stößel ist schwierig sauber zu machen und das Holz ist inzwischen schon etwas spröde und rissig geworden. Aber geht schon noch.
  • Der Stößel aus solidem Kunststoff hat eine glatte Unterseite und lässt sich in der Spülmaschine reinigen. Für mich ist das die perfekte Kombi. Es sieht zwar nicht besonders schick aus, aber ist sehr praktisch.
  • Der Stößel aus Metall mit Kunststoffanteil (s. Foto ganz links) ist ein weit verbreitetes Modell, das ich aber überhaupt nicht empfehlen kann. Denn zum einen ist er hohl und zum anderen ist der Übergang zwischen Metall und Plastik nicht dicht. Eine schlechte Kombination! Sobald man ihn spült, läuft Wasser rein, das man nicht mehr rausbekommt. Hygienisch ist was anderes, ich habe das Ding aussortiert.

Mein Tipp: Aktuell bin ich sehr zufrieden mit diesem Stößel. Achtung, es gibt ihn es auch gezackt. Ich empfehle die glatte Version:

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Schäler und Zestenreißer: Wichtig

Schäler

Zitronen- und Orangenschale gehören bei einigen Cocktails zur Garnitur und sorgen darüber hinaus für zusätzliches Aroma. Dafür braucht man dann einen Sparschäler oder Zestenreißer. Letzterer produziert ganz dünne Streifen der äußeren Schicht der Schale – Zesten eben. Ein Schäler gehört in den meisten Küchen sowieso zum Standard, einen extra Zestenreißer braucht es meiner Meinung nach nicht unbedingt.

Mein Tipp: Ich mag den Sparschäler von Tupperware, weil er nicht zu tief greift und das bittere Weiße unter der Schale weglässt:

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Barlöffel: Unwichtig

Barlöffel

Ganz ehrlich: Es geht wunderbar ohne Barlöffel. Ein einfacher, langstieliger Löffel (Latte-Macchiato-Löffel) funktioniert genau so gut. Ich benutze den Barlöffel sowieso meistens zum Rühren (s. dazu den Absatz „Rührglas“), nur selten zum exakten Abmessen von Zutaten und nie als Stößel oder für das langsame Eingießen einer Flüssigkeit in einen Schicht-Cocktail über den gewundenen Stiel. Die beiden letztgenannten Eigenschaften besitzen sowieso nicht alle Barlöffel.

Mit Barlöffeln ist es nämlich so, dass man drei verschiedene kauft und drei unterschiedlich große bekommt – so zumindest meine Erfahrungen. Das Problem: Ein Barlöffel (BL) sollte 0,25 cl Flüssigkeit fassen, das ist zumindest der allgemeine Konsens in der Branche. Standardisiert ist der Barlöffel als Maßeinheit aber keineswegs. Ich habe zum Beispiel einen Barlöffel, dessen Kelle so große wie die eines Teelöffels ist, also 0,5 cl fasst. Wenn in einem Rezept nun „1 BL Grenadine“ steht, ist das streng genommen nicht exakt. Es kann 0,25 cl bedeuten oder doppelt so viel oder noch was ganz anderes, je nachdem welch obskuren Barlöffel man besitzt.

Aber unter uns: Irgendwie ist es meistens (nicht immer) auch ziemlich egal, ob man 0,25 oder 0,5 cl in den Drink kippt. Heißt aber für mich auch: Ein (langstieliger) Teelöffel tut es zum Abmessen (und Rühren) genau so. Also ist ein Barlöffel kein Muss .

Warum sich im Laufe der Zeit doch ein halbes Dutzend davon in meiner Heimbar angesammelt hat? Erstens finde ich, dass es sich mit den knapp 30 Zentimeter langen Barlöffeln besonders gut rühren lässt. Und zweitens finde ich sie einfach schick.

Mein Tipp: Ich bin sehr von diesem Barlöffel angetan. Es ist günstig, robust und macht seinen Job:

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Rührglas: Unwichtig

Rührglas

Nicht alle Cocktails werden geschüttelt, sondern viele stattdessen gerührt. Der schon erwähnte Martini ist wohl der berühmteste Vertreter dieser Art (auch wenn James Bond ihn immer geschüttelt trinken möchte). Vor allem Drinks, die ausschließlich klare alkoholische Zutaten enthalten, werden in der Regel gerührt. Das soll vor allem dafür sorgen, dass der Drink klar bleibt und nicht milchig eintrübt, wie das beim Schütteln der Fall ist. Auch die Verwässerung und die Bildung kleiner Luftbläschen spielen eine Rolle, beides tritt beim Shaken wesentlich stärker auf.

Analog zu einem Shaker füllt man ein Rührglas (s. Foto) mit reichlich Eiswürfeln und rührt dann mit einem langstieligen Löffel (aber eine Gabel geht im Zweifel auch) gleichmäßig und im Uhrzeigersinn, aber schon recht flott, bis das Glas beschlägt. Das dauert meist so etwa 30 Sekunden. Dass das auch mit einem normalen, halbwegs großen Glas geht, brauch ich wohl nicht zu erwähnen. Oder man nimmt das Glas eines Boston-Shakers, falls vorhanden.

Wer sich zu den etwas fortgeschrittenen Heim-Barkeepern zählen möchte, nimmt ein extra dafür geschaffenes schweres Kristallglas mit kleinem Ausguss. Letzterer macht es einfacher, den Cocktail unfallfrei ins Gästeglas abzugeben. Dabei kommt übrigens wieder ein Barsieb zum Einsatz.

Mein Tipp: Ich nutze dieses Kristall-Rührglas von Spiegelau & Nachtmann, mit dem ich sehr zufrieden bin. Es gibt aber viele andere Modelle von unterschiedlichen Herstellern.

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Ice Crusher: Unwichtig

Ice Crusher

Ganz ehrlich: Ich bin kein Freund von Crushed Ice und ich nutze keins für Cocktails – weder im Shaker noch im Glas (einzige Ausnahme: Mint Julep). Von daher finde ich einen Ice Crusher unwichtig. Außerdem höre ich immer wieder, dass die weit verbreiteten Modelle mit Handkurbel oft kaputt gehen. Stattdessen wird gerne eine so genannte Lewis Bag empfohlen. Das ist ein Baumwollbeutel, der im Set mit einem Holzhammer verkauft wird. Die Anwendung dürfte klar sein. Wie gut oder schlecht das funktioniert, kann ich nicht sagen; ich habe noch nie einen benutzt.

Mein Tipp: Falls ich einmal im Jahr Crushed Ice benötige, kaufe ich entweder einen Beutel im Supermarkt oder ich nutze dieses Dinge hier, das tatsächlich funktioniert. Aber für größere Mengen Eis natürlich völlig ungeeignet:

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Ausgießer: Unwichtig

Ausgießer

Ich habe mal geschrieben, dass ich Ausgießer sehr hilfreich finde, um exakt und vor allem unfallfrei abzumessen. Keine Ahnung, ob ich inzwischen geschickter geworden bin. Aber ich benutze kaum noch Ausgießer, sondern gieße gleich aus der Flasche in den Messbecher. Das klappt ebenso unfallfrei und ebenso exakt. Aber wer möchte und wem es die Sache erleichtert, der kann natürlich Ausgießer benutzen. Warum nicht?

Eis(würfel)behälter: Unwichtig

Eisbehälter

Wer Gäste eingeladen hat und mehr als nur einen Cocktail mixen möchte, der weiß: Es kann gar nicht genug Eiswürfel geben. Die Dinger gehen beim Mixen schneller weg als auf der brüllend heißen Heizung. Es lohnt sich also immer, einen ausreichend großen Vorrat parat zu haben. Um aber nicht ständig die Kühl-/Gefrierschranktür auf- und zuzumachen, nutzt man einen Eiswürfelbehälter, der eine mehr oder weniger große Portion auch bei Raumtemperatur für ein paar Stunden am Leben erhält. Diese Behälter gibt es aus Kunststoff oder Edelstahl, mit oder ohne Deckel. Ich empfehle wegen der besseren Isolierung den Deckel, so habt ihr länger vom Eis. Wirklich wichtig für die Heimbar ist so ein Behälter aber nicht.

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Zerstäuber: Unwichtig

Zerstäuber

Jetzt wird es schon sehr speziell – gerade für die Heimbar. Was will man mit einem Zerstäuber? Also ich habe einen Zerstäuber mit Absinth befüllt, um damit das Innere des Glases zu benetzen, bevor ich den Cocktail hineingebe. Das ist zum Beispiel beim Sazerac wichtig. Außerdem habe ich Cocktail-Bitters, die im Zerstäuber geliefert wurden. Damit kann man einen Cocktail nachträglich aromatisieren. Das ist aber alles Spielerei und überhaupt nicht essentiell für die Barausstattung zu Hause.

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Mixing Ball: Unwichtig

Drahtball und Mixing Ball

Und es wird noch spezieller – mit dem Mixing Ball. So einen Drahtball gibt es oft zu diesen riesigen Plastik-Shakern dazu, mit denen sich die Leute im Fitnessstudio ihre Eiweiß-Shakes zubereiten. Damit löst sich das Proteinpulver besser auf. Ich benutze einen Drahtball beim Reverse Dry Shake, um bei Cocktails mit Eiweiß eine schöne Schaumkrone hinzubekommen.

Dry Shake geht so: Erst alle Zutaten MIT Eis aber OHNE Eiweiß shaken, dann nochmal alles OHNE Eis aber MIT Eiweiß shaken. Beim letzten Schritt kommt der Drahtball mit in den Shaker. Alternativ geht auch die Spirale vom Barsieb, die man meistens abnehmen kann.

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Hab ich was vergessen? Gibt es noch andere Bar-Werkzeuge, die ihr gerne benutzt oder für wichtig haltet? Schreibt es in die Kommentare unten :-)

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