Cocktails mit Limettenlikör: Drinks mit Famous Steal & Co.

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Famous Steal Limettenlikör

Wie es der Zufall so will, habe ich eine Flasche „The Famous Steal“ in die Hände bekommen. Das ist ein Limettenlikör aus Lippstadt. Was aber damit anfangen außer pur als Shot oder auf Eis zu trinken?

„Erwachsener Partyschnaps“ nennt Erfinder David Mario Lorek den Famous Steal, weil man ihn nicht Kopf in den Nacken aus Pinnchen, sondern auf Eis und mit einer Limettenscheibe stilvoll aus dem schweren Tumbler trinken soll. Habe ich gleich mal versucht: Kann man gut machen, weil es sich hier nämlich nicht einfach um einen Lime Cordial (wie etwa Rose’s Lime Juice) mit Alkohol handelt. The Famous Steal ist deutlich weniger süß und weniger dickflüssig, dafür aber spritziger. Überspitzt einfach ausgedrückt: Limettensaft mit Schuss – zumindest ist das meine erste, ganz positiv gemeinte Assoziation. Genau genommen ist es Likör auf Wodkabasis mit Limette und Zucker.

Zu Beginn haben Lorek und sein Team den Likör für seine Bar in Lippstadt selbst gemischt – und zwar mehr oder weniger à la minute hinter dem Tresen. Weil das auf Dauer zu aufwändig war, hat man ihn vorgemixt, wobei die Behälter zur Aufbewahrung immer größer wurden. Am Ende war man bei einem 100-Liter- Edelstahltank angekommen. Offenbar war das Zeug beliebt bei den Gästen. Irgendwann hat man dann die Herstellung des Limettenlikörs an eine Brennerei aus der Region ausgelagert und vertreibt den Famous Steal jetzt deutschlandweit in 0,5 und 1 Liter großen Flaschen, aber auch in individualisierten Flachmännern á 0,1 Liter.

Jetzt standen also 1000 Milliliter The Famous Steal bei mir rum und ich habe mal ein paar Drinks damit gemixt. Am besten gefallen haben mir diese drei bzw. dreieinhalb Cocktails, die sich so oder so ähnlich bestimmt auch mit einem anderen Limettenlikör bauen lassen.

Gimlet/Daiquiri

Gimlet mit LimettenlikörWenn ich Limette höre, denke ich sofort an zwei Klassiker der Cocktail-Geschichte: Gimlet und Daiquiri. Beide sind im Aufbau ähnlich, unterscheiden sich eigentlich nur in der Basisspirituose. Der eine ist mit Gin, der andere mit weißem Rum. Beim Gimlet kommt klassischerweise Lime Cordial (ein Art Limettensirup) dazu, beim Daiquiri ist es frischer Limettensaft und etwas Zuckersirup. Ich habe beide Rezepte angepasst und vereinheitlicht, hat wunderbar funktioniert.

  • 6 cl Gin bzw. weißer Rum (z.B. Tanqueray* bzw. Botucal Planas*)
  • 3 cl Limettenlikör (z.B. The Famous Steal)
  • 1 Barlöffel Zuckersirup

Alle Zutaten im Shaker mit Eis ordentlich schütteln und in ein Glas ohne Eis abseihen. (In der klassischen Variante wird ein Gimlet gerührt, in dieser Zusammensetzung habe ich mich aber für Schütteln entschieden.)

The Famous Mule

Famous MuleDieser Vorschlag kommt von David Mario Lorek selbst und ist eine Variante des bekannten Moscow Mule. Statt einer Gurke nimmt man aber einfach eine Scheibe Limette als Deko. Die kann man vorher auch noch ein bisschen über dem Glas ausquetschen. Viel mehr gibt es nicht zu sagen: Der Drink ist sehr erfrischend und perfekt für den Sommer.

Großes Glas zu zwei Dritteln mit Eiswürfeln füllen, Limettenlikör dazugeben, mit Ginger Beer auffüllen, sachte umrühren.

Green Richmond

Green RichmondDieses Rezept habe ich mir bei Sebastian aus der Facebook-Gruppe „Cocktails feiner Geister“ (übrigens sehr zu empfehlen) abgeschaut und etwas angepasst. Sebastian hat sich wiederum vom bekannten Barkeeper Jeffrey Morgenthaler inspirieren lassen – so läuft das in der Branche ;-) Ich habe den Gelben Chartreuse in Sebastians Rezept durch Grünen Chartreuse ersetzt, weil der etwas würziger und kräftiger ist. Außerdem habe ich den Zuckersirup weggelassen, weil der Limettenlikör genug Süße mitbringt. Macht man es wie im Original mit Limettensaft statt -likör, sollte man den Zuckersirup drin lassen.

  • 4,5 cl Gin (z.B. Tanqueray)
  • 3 cl Limettenlikör (z.B. The Famous Steal)
  • 1,5 cl Chartreuse Verte*
  • 6 bis 8 Minzblätter

Alle Zutaten im Shaker mit Eis ordentlich schütteln und doppelt in ein Glas ohne Eis abseihen.

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Wichtiger Hinweis: Eine Flasche The Famous Steal wurde mir von der Conalco Spirituosen UG kostenlos zur Verfügung gestellt. Einfluss auf den Inhalt meines Artikels hat der Anbieter jedoch nicht genommen.

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