BlogWatch: Die besten Beiträge aus der Schnaps-Szene (März 2017)

Veröffentlicht von

Die besten Blog-Artikel aus der Szene

Was hat sich im letzten Monat in der Schnaps-Blogosphäre getan? Ich gebe eine Übersicht über die meiner Meinung nach interessantesten Artikel der deutschsprachigen Spirituosen- und Cocktail-Blogger vom März 2017. Mit dabei: Das Transparenz-Dilemma in der Scotch-Branche, das Dilemma positiver Rum-Reviews und das Dilemma mit der Altersangabe beim Whisky.

Zu viel Transparenz auf dem Scotch-Markt?

Im Gastromagazin fizzz beschäftigt sich Alexander Thürer mit dem Dilemma der Transparenz auf dem Scotch-Markt. Denn einige, bisher allerdings noch wenige Whisky-Abfüller wollen ganz exakt aufschlüsseln, aus welchen Bestandteilen genau sich eine Whisky-Flasche zusammensetzt: Fasstyp, Destillationsdatum, Abfülldatum, Alter, Region und sogar Brennerei (bei Blends). Das ist ja eigentlich ganz im Sinne des Verbrauchers. Doch es gibt auch Whisky-Hersteller und -Abfüller, die sich gegen zu viel Transparenz zur Wehr setzen und die Vorreiter der Transparenz-Offensive bei der Scotch Whisky Association verpetzen – und das aktuelle UK- und EU-Recht ist dabei sogar auch noch auf ihrer Seite.

Der Fluch positiver Kritiken

Einem weiteren Dilemma widmet sich Florian Pultermann in seinem Blog Barrel Aged Thoughts. Nachdem er eine Rum-Abfüllung positiv bewertet hatte, musste er geradezu schockiert feststellen, dass die komplette Charge innerhalb von vier Tagen ausverkauft war. Dass hier wohl nicht nur Genießer mit Interesse am Flascheninhalt, sondern offensichtlich auch Händler mit Interesse am profitablen Weiterverkauf am Werk waren, stimmt ihn nachdenklich. Unterstützt er mit seinen positiven Reviews zu sehr die Leute, die damit nur Kasse machen wollen, obwohl er doch eigentlich nur den wahren Rum-Freunde auf einen tollen Tropfen aufmerksam machen möchte – Rum-Freunde, die am Ende dann mit leeren Händen dastehen? Ob Florians Lösungsvorschlag der richtige ist?

Je älter, desto …

Irgendwie stelle ich fest, dass ich vom Dilemma-Thema nicht so recht wegkomme. Denn auch Margarte von WhiskyUndFrauen als auch Benjamin Becker von Whisky, Drams & More beschäftigen sich mit einem Dauerdilemma unter Whisky-Fans: dem Alter. „Wie gut ist alter Whisky wirklich?“ fragt Margarte in ihrem Blog auf whiskyundfrauen.blogspot.de. Und Benjamin gibt zu bedenken, dass es prominenten Whiskys gibt, deren Name eine Zahl enthält (etwa „The Laddie Ten“ von Bruichladdich). Das kann spätestens dann zum Problem werden, wenn das rare Gut gealterten Whiskys zu rar wird. Benennt die Brennerei „The Laddie Ten“ um, wenn kein Zehnjähriger mehr dafür verfügbar ist?

Hirse im Whisky

Wo ich eben noch von Transparenz geschrieben habe: Im Alkoblog schlüsselt Lukas auf, welche Single Malt-Marken in welchem Blended Scotch stecken – eine schöne Übersicht. Im gleichen Blog stellt Samuel fünf Whiskys vor, die aus ungewöhnlichem Getreide hergestellt werden. Da ist dann nicht mehr Gerste, Mais oder Roggen die Grundlage, sondern Quinoa, Hirse & Co.

Auf und Ab des Irish Whiskey

Eine wunderbare und sehr ausführliche Grundlagenartikelsammlung gibt es mal wieder auf spirit-ambassador.de. Diesmal geht es um die Geschichte des irischen Whiskeys mit seinen großen Auf- und ebenso großen Abschwüngen. Vier Artikel zum Thema hat Thomas Zilm veröffentlicht – sehr lesenswert. Ich verlinke mal alle vier Teile: Teil I / Teil II / Teil III / Teil IV

Wissenswertes über Schnaps

Ebenfalls Grundlagenwissen gibt es mal wieder bei Eye For Spirits, Drinkology, Conalco und singlemaltwhiskey.org:

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.