AsomBroso Tequila: Nicht mit Salz und Zitrone! Bitte nicht!

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AsomBroso Tequila

Ist das wirklich Tequila? Das war mein erster Gedanke bei der Verkostung der Abfüllungen von AsomBroso. So überrascht war ich. Und der Gedanke kam mir nicht erst bei der teuersten Flasche, die mal eben 1.800 Euro kostet. Schon für weit weniger Geld kann man sich eine Flasche richtig guten Tequilas in die Hausbar stellen.

Hierzulande ernsthaft über Tequila zu reden, ist ziemlich schwierig. Whisky und Rum haben ihr Image abgelegt, bloß als Zutat in Longdrinks und Schirmchen-Cocktails zu verschwinden. Selbst Korn und Wodka durchleben gerade eine „Premiumisierung“ und polieren ihren Ruf ordentlich auf – mal zu Recht, mal zu Unrecht. Aber Tequila? Salz, Zitrone, Saufexzess, Katerstimmung – das sind die Stichworte, die man mit dem Agavenbrand aus Mexiko verbindet. Pur trinken? Bei Zimmertemperatur? Genüsslich? Ohne den Kopf in den Nacken zu werfen? Für viele undenkbar, weil schlichtweg unbekannt.

Tequila immer noch Bad Boy der Schnapsszene

Aber wer möchte es den Menschen auch verübeln? Ich sicher nicht! Vor gar nicht allzu langer Zeit gehörte ich doch ebenso zu denen, die sich als Connaisseur bezeichnen, wenn sie einen goldenen Tequila mit Zimt und Orange wählen – und nicht den billigen weißen mit dem Salz und der Zitrone. Gibt’s ja schließlich an jeder Tankstelle.

Ist natürlich totaler Blödsinn! Man trinkt das Zeug mit Salz/Zimt und Zitrone/Orange, weil dieses pseudotraditionelle Trinkritual irgendwie gesellig ist – und weil man den billigen Schnaps anders nicht runterbekommt. Das hat nichts mit Feinschmecker zu tun, sondern mit Wirkungstrinken. Man kennt es halt nicht anders. Kein Wunder, bei der übersichtlichen Auswahl in hiesigen Supermärkten.

Agaven-Herzen
Agaven-Herzen: Der Stoff aus dem Tequila wird.

Wo im Whisky-Regal tatsächlich schon länger hochwertige Single Malt-Abfüllungen stehen, und der Kunde nicht nur Butter und Toilettenpapier, sondern auch mal einen 80-Euro-Scotch in den Einkaufswagen legt, sieht es bei einem Blick auf die Tequila-Auswahl eher düster aus. Die üblichen Verdächtigen mit Sombreroverschluss oder in eckigen Flaschen dominieren das Bild. Bei maximal 40 Euro ist Schluss.

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Kurzum: Es ist ein Teufelskreis! Tequila ist in Deutschland entweder das Mitbringsel zur Studentenparty oder im besten Fall die Zutat in einer Happy-Hour-Margarita. Und so lange das so ist, wird sich die Auswahl an verfügbaren Abfüllungen nicht wesentlich verbessern. Und so lange das so ist, wird sich das Interesse an hochwertigem Tequila nicht wirklich steigern. Und so lange das so ist, … Ihr wisst schon.

Es wird Zeit für guten Tequila in Deutschland

Aber hin und wieder gibt es dann doch Leute, die den Teufelskreis durchbrechen wollen. Und eben so einer ist Alexander Ficht aus Mitterteich in Bayern. Er hat vier Jahre in Mexiko gelebt und ist in dieser Zeit zu einem absoluten Tequila-Fan geworden – kein Wunder, wenn man sich direkt an der Quelle befindet. (Obwohl das alleine auch nicht reicht, um sich für guten Tequila zu begeistern).

Einerseits die Begeisterung durch wirklich hochwertigen Tequila und andererseits die mangelnde Verfügbarkeit des edlen Agavenbrandes in Deutschland ließen in Alex den Gedanken reifen, einen Online-Shop für Tequila zu eröffnen und hierzulande unbekannte Abfüllungen nach Deutschland zu importieren.

AsomBroso heißt der Hersteller, mit dessen Tequila Alex sein Online-Business zu Beginn aufbauen möchte und dessen Besitzer Alex persönlich kennt. AsomBroso ist ein kleines Familienunternehmen, das Ricardo Gamarra im Jahr 2000 in der Stadt Amatitán, im mexikanischen Bundesstaat Jalisco, gegründet hat. Zusammen mit seinem Sohn Jarrett ist er auch heute noch verantwortlich für die komplette Produktion – von der Auswahl der Agaven über die Destillation bis zur Fasslagerung.

AsomBroso Tequila Herstellung
Links: Agavenernte im Hochland von Jalisco / Rechts: Tequila-Fässer von AsomBroso

Bei den Agaven handelt es sich ausschließlich um reife Hochland-Agaven, die einen vergleichsweise süßen Agavensaft abgeben. Anders als die meisten anderen Tequila-Produzenten destilliert AsomBroso den fermentieren Saft nicht zwei- sondern dreimal. Das macht den Brand besonders weich. Ähnlich ist das mit irischem Whiskey, der ebenfalls dreimal und nicht – wie etwa in Schottland üblich – zweimal gebrannt wird. Konsequenz: Irischer Whiskey gilt als sehr weich.

Nach der Destillation reift der Tequila zwischen 3 Monaten und 12 Jahren (!!!) in unterschiedlichen Eichenfässern. Einzige Ausnahme ist der El Platino, der ungereift in die Flasche kommt und entsprechend farblos ist. Ein klassischer Tequila Blanco, der außerdem die Basis für die übrigen sechs Abfüllungen von AsomBroso darstellt.

Wichtig: AsomBroso fügt keinerlei Zucker- oder Farbstoffe oder sonstige Zusätze hinzu. Geruch sowie Geschmack kommen ausschließlich aus dem Agavensaft und dessen Behandlung durch Fermentation, Destillation und eventueller Fassreifung.

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Alex hat es mir ermöglicht, alle sieben Abfüllungen zu verkosten, die AsomBroso derzeit im Portfolio hat. Diese gibt es somit auch in seinem Shop auf casatequila.de zu kaufen. Kurz gesagt, war ich von allen sehr angetan – allerdings habe ich zwei ganz klare Favoriten (s. unten).

Interview mit Alexander Ficht von casatequila.de

Alex, warum hast du dich gerade für AsomBroso entschieden, um deine Karriere als Tequila-Importeur zu starten?

Ich kann nur verkaufen, was mich selbst überzeugt hat. Und das hat AsomBroso mit Bravour geschafft. Außerdem waren der Senior- wie auch der Junior-Chef bereit, einen Quereinsteiger wie mir die Chance und auch das Vertrauen zu schenken, die Marke Asombroso in Europa würdig zu repräsentieren. Nicht zuletzt: Ich habe einen Faible für das Außergewöhnliche, auch hier passt AsomBroso perfekt ins Bild.

Wie sehen dein Pläne für die Zukunft aus? Möchtest du noch weitere Tequila-Produzenten in dein Angebot aufnehmen? Vielleicht kannst du schon einen Namen nennen?

Aber sicher. Ich will erreichen, dass Tequila in Deutschland eine ähnliche Popularität erreicht, wie es zum Beispiel in den USA der Fall ist. Das vorhandene Stigma, dass Tequila nur mit Salz und Zitrone zu genießen ist, möchte ich gerne brechen. Tequila hat einen viel besseren Ruf verdient! Dazu ist es notwendig, absolut hochwertige Produkte auf den deutschen Markt zu bringen. Der Grundstein ist mit AsomBroso gelegt, weitere folgen. Ich habe schon sehr konkrete Pläne, auch Gespräche mit den Inhabern verschiedener Brennereien habe ich bereits geführt. Namen verrate ich aber noch nicht. Eines kann ich aber schon sagen: Bei meinen nächsten Tequilas handelt es sich ausnahmslos um Hersteller, die es nicht in Europa zu kaufen gibt. Teilweise werden sie bis jetzt nicht einmal über die Grenzen Mexikos verkauft. Das sind allesamt kleine Familienbetriebe, die Ihren Fokus noch auf Qualität anstelle von Quantität legen. Lass Dich überraschen.

Glaubst du, dass Tequila in Deutschland irgendwann mal einen vergleichbaren Status wie Whisky und Rum erreichen kann – also ebenfalls im Mainstream als durchaus hochwertige Spirituose wahrgenommen wird?

Davon bin ich absolut überzeugt. Der Weg dorthin ist sicher steinig und lang, hochwertige Tequilas brauchen aber keinen Vergleich zu scheuen. Ich habe in den letzten vier bis fünf Jahren bestimmt mehr als 100 Verkostungen mit Freunden, Bekannte oder einfach nur interessierten Leuten abgehalten, weit mehr als 500 Personen insgesamt. Der absolute Löwenanteil dieser Leute war am Ende der Verkostungsrunden überrascht und überzeugt, dass gute hochwertige Tequilas auf einer Stufe stehen mit den besten Spirituosen dieser Welt. Für mich ist klar, dass es nicht eine Frage von „ob“, sondern eine Frage von „wann“ ist.

 

Tequila-Tasting: So haben mir die Abfüllungen geschmeckt

El Platino – Blanco

AsomBroso El Platino Tequila

40 % Alkohol
ca. 40 Euro für 0,7 Liter

Die Blaue Weber Agave aus dem Hochland von Jalisco ist die Grundlage des El Platino. Die Agaven werden in einem Autoklaven gekocht, in Walzenschreddern gepresst und dann dreimal gebrannt. Der El Platino reift nicht im Fass und ist klar wie Wasser. Er gehört damit zu den Blanco-Tequilas. Wichtig: Für alle anderen Abfüllungen nutzt AsomBroso eben diesen El Platino als Grundlage.

Geruch: In der Nase hinterlässt der El Platino ein sehr nussiges Aroma mit Anklängen von Fenchel, Bergamotte und Oliven, aber auch etwas süße Vanille und Limette kann ich riechen.

Geschmack: Im Mund überrascht zuerst das Aroma von Haselnuss, sehr deutlich sogar. Aber auch das typische erdige, leicht metallische Aroma der Agave sowie Pfeffer kann ich schmecken.

Fazit: Für einen Blanco-Tequila ist der El Platino überraschen tief und komplex. Ich könnte mir ihn vor allem als Grundlage für einen guten Cocktail vorstellen.

La Rosa – Reposado

AsomBroso La Rosa Tequila

40 % Alkohol
ca. 50 Euro für 0,7 Liter

Den La Rosa lässt AsomBroso für drei Monate in Fässern aus französischer Eiche reifen, in denen zuvor Bordeaux-Wein lagerte. Das verleiht dieser Abfüllung einen leicht rosafarbenen Stich. Mit dieser Reifezeit gehört der La Rosa zu den Reposado-Tequilas, die zwischen drei und zwölf Monate reifen müssen.

Geruch: Der La Rosa hat meiner Meinung nach einen recht klassischen Tequila-Geruch nach Agaven und Erde, aber auch eine rosig-blumige Note.

Geschmack: Er ist sehr frisch und fruchtig, mit deutlichen Spuren von Weintraube. Das gesamte Aroma erinnert mich etwas an einen New Western Gin, bei dem der Wacholder bekanntlich nicht so sehr im Vordergrund steht.

Fazit: Die Kombination aus typischem Tequila-Geruch und untypischem Tequila-Geschmack machen den La Rosa zu einer spannenden Abfüllung. Er ist übrigens der meistverkaufte AsomBroso.

Gran Reserva – 5 Years Extra Anejo

AsomBroso Gran Reserva Tequila

40 % Alkohol
ca. 130 Euro für 0,7 Liter

Für den Gran Reserva reift der El Platino fünf Jahre lang in frischen Fässern aus französischer Eiche. Er gehört damit zur Tequila-Kategorie Extra Anejo (einen normalen Anejo, der zwischen 12 und 36 Monaten reift, hat AsomBroso derzeit nicht im Sortiment). Die blassgoldene Farbe ist schon deutlich durch den Fasseinfluss geprägt.

Geruch: Hier kommt das erste Mal die große Überraschung, denn der Gran Reserva riecht für mich keineswegs nach Tequila – zumindest nicht nach dem, was ich bisher darunter verstanden habe. Die Nase ist unglaublich süß. Er riecht nach Vanille, Toffee, weißer Schokolade und Kokosnuss. Dieser typische Geruch nach Agave, den man eben vom Tequila kennt, ist ansatzweise vorhanden – wirklich sehr außergewöhnlich.

Geschmack: Die Aromen aus der Nase sind praktisch 1:1 im Mund vorhanden – sehr ungewöhnlich und für mich ein klares Qualitätsmerkmal. Hinzu kommen noch Orangen und Zitronen sowie leicht holzige Aromen von der langen Fasslagerung. Sehr komplex und tiefgründig.

Fazit: Am Gran Reserva könnte ich stundenlang schnuppern und nippen. Dass Tequila so riechen und schmecken kann, ist für mich neu und eine tolle Überraschung. Ich bin schlicht begeistert von dieser Abfüllung, auch wegen des vergleichsweise guten Preis-Leistungs-Verhältnisses.

El Carbonzado – 6 Years Double Barreled Extra Anejo

AsmoBroso El Carbonzado Tequila

40 % Alkohol
ca. 230 Euro für 0,7 Liter

Der El Carbonzado gleicht dem Gran Reserva bis auf einen Unterschied: Er reift anschließend nochmals 12 Monate in einem zweiten Fass: einem ehemaligen irischen Whiskey-Fass. Damit gehört dieser sechsjährige Tequila – wie alle folgenden Abfüllungen – ebenfalls zur Kategorie Extra Anejo und damit erhält er nochmals ein sehr spezielles Aroma.

Geruch: Hier ist der klassische Tequila-Geruch ebenfalls kaum auszumachen, stattdessen gibt es eine wahnsinnig vielschichtige Mischung aus Süße und Würzigkeit: Karamell, Orange, Honig, Pfeffer, Muskat und tatsächlich auch Noten von Whiskey.

Geschmack: Auch im Mund gibt’s einen tollen Wechsel zwischen lieblichen und kräftigen Aromen: Vanille und Pfeffer, Honig und Muskat, Schokolade und Eichenholz – letzteres ist hier nochmal etwas stärker als beim Gran Reserva, was ihm einen trockeneren Abgang beschert. Und über allem schwebt ein Hauch von Irish Whiskey.

Fazit: Geschmacklich ist der El Carbonzado mein Favorit in dieser Verkostungsreihe. Das Aroma ist für einen Tequila völlig untypisch, gleichzeitig ist es aber extrem komplex und dennoch ausbalanciert. Man kann bei jedem Schluck neue Nuancen entdecken und wird dabei weder von einer zu süßen noch zu herben Note erschlagen. Leider stoßen wir hier preislich in Regionen vor, wo man es sich schon dreimal überlegt, eine Flasche zu kaufen.

Especial de Rouge – 10 Years Extra Anejo

AsomBroso Especial de Rouge Tequila

40 % Alkohol
ca. 550 Euro für 0,7 Liter

Man muss schon lange suchen, um auf dem Tequila-Markt eine zehnjährige Abfüllung zu finden. Der Especial de Rouge ist so einer. Und dazu kommt noch, dass es sich um ein Fass handelt, in dem zuvor Cognac aus dem Hause Grand Marnier lagerte. Warum ich hier „Fass“ und nicht „Fässer“ schreibe? Es gibt tatsächlich nur ein Fass von dieser Special Edition. Und es ist auch nicht geplant, ein weiteres aufzulegen. Daher vielleicht auch der Preis …

Geruch: Obwohl er viel länger im Fass lag als der Gran Reserva und der Carbonzado, steigt dieser Tequila etwas dezenter in die Nase. Dennoch sind Aromen von Orange, Karamell und Schokolade deutlich zu riechen

Geschmack: Im Mund ist der Especial de Rouge dann doch deutlich kräftiger und vor allem würziger. Es gibt eine ordentliche Prise Chili und Pfeffer, dazu Orangen, Zitronen und Pflaumen. Eine deftige Mischung aus süßen und herben Aromen – vor allem letztere schiebe ich mal auf die lange Reifung im Fass.

Fazit: Es ist schade, dass AsomBroso hier nur ein Fass produziert hat und keine weiteren nachlegen möchte. Dann würde vielleicht auch der Preis dieses tollen Tequilas fallen …, aber wohl immer noch deutlich dreistellig bleiben.

Vintage – 11 Years

AsomBroso Vintage Tequila

40 % Alkohol
ca. 430 Euro für 0,7 Liter

Ganze elf Jahre liegt dieser Tequila in frischen Fässern aus französischer Eiche. Das ist schon eine sehr lange Reifezeit, in der sich der frische Agavenbrand aromatisch von dem wegbewegt, was viele von uns unter Tequila verstehen. Man beachte hier übrigens die schöne, mundgeblasene Flasche.

Geruch: Sofort erinnert mich der Vintage an den Gran Reserva – aber mit viel größerer Intensität. Vanille, Kokos, weiße Schokolade und Karamell strömen aus dem Glas. Ein ganz starkes Aroma.

Geschmack: Im Mund ist der Einfluss des Fasses viel stärker. Das führt zu einer tollen Kombination aus den oben genannten süßen Aromen und trockenen Noten von Holz und Erde. Aber trotz der langen Reifezeit ist dieser Tequila keinesfalls zu holzig.

Fazit: Wer den Gran Reserva mag, wird den Vintage lieben. Wenn doch bloß der Preis nicht wäre …

The Collaboration – 12 Years Double Barreled Extra Anejo

AsomBroso The Collaboration Tequila

40 % Alkohol
ca. 1.800 Euro für 0,7 Liter

Ein Tequila für 1.800 Euro pro Flasche? Jetzt wird’s happig. Hier geht’s nicht mehr bloß um Geschmack, hier geht es um Luxus. Dazu passt auch der handgemachten Dekanter aus Kristallglas aus Italien, der zusätzlich in einer Kiste aus Zedernholz geliefert wird. Basis ist der oben bereits genannte Vintage, der nochmals zwölf Monate in Ex-Cabernet Sauvignon-Fässern reift. Macht unterm Strich 12 Jahre – schon krass für einen Tequila.

Geruch: Der Geruch erinnert sehr stark an den Vintage (s. oben), aber tatsächlich mit einer zusätzlichen Weinnote – höchst spannend.

Geschmack: Man hat ja selten, dass man die Aromen aus der Nase auch beim Schmecken vollständig wiederfindet – aber genau das ist hier der Fall: Der Tequila ist fruchtig und blumig, dabei aber auch würzig und herb. Kirsche und Orange wechseln sich ab mit dunkler Schokolade und Pfeffer. Der Mix ist komplex und perfekt ausbalanciert.

Fazit: Ein grandioser Tequila. Punkt! Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis läuft natürlich aus dem Ruder. In diesen Regionen stellt sich allerdings gar nicht mehr die Frage, ob der Geschmack den Preis rechtfertigt.

Spitzen-Tequila ohne faule Tricks

Ich bin wirklich froh, dass ich die Chance hatte, die AsomBroso-Reihe zu probieren. Das hat meinen Horizont wirklich erweitert. Vielen Dank an Alex. Dieser Tequila holt meiner Meinung nach das Optimum aus den Agaven und dem Herstellungsprozess heraus. Mag sein, dass es Produzenten gibt, die es noch besser machen. Aber aktuell müssen sich alle weiteren Tequilas, die ich ab jetzt trinke, zumindest am El Platino messen lassen. Den Collaboration als Messlatte zu setzen, wäre ja auch ein bisschen unfair ;-)

Dass AsomBroso diese komplexen und ausgewogenen Spirituosen ohne nachträgliche Zuckerung bzw. Aromatisierung erschafft, spricht natürlich zum einen für das Können von Master Destiller Ricardo Gamarra. Chapeau! Zum anderen spricht es aber gegen Hersteller, die es ohne Glycerin und dergleichen nicht hinbekommen. Denen müssten doch glatt die Tränen kommen.

Mein Tipp: AsomBroso Gran Reserva

Zum Schluss noch meine konkrete Empfehlung: Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Gran Reserva mein Tipp für alle, die einen erstklassigen Tequila kaufen, dafür aber nicht gleich das Festgeldkonto plündern möchten. Klar, 130 Euro sind eine Stange Geld für eine Flasche Tequila. Aber hier bekommt man sicher einen angemessenen Gegenwert.

Das Produkt wurde mir vom Hersteller/Anbieter kostenlos zur Verfügung gestellt. Einfluss auf den Inhalt meines Berichts hat dieser jedoch nicht genommen.

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