Roter Wermut im Test: Martini, Cinzano, Noilly Prat & Co. im Vergleich

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Roter Wermut im Vergleichstest

Vor allem als Zutat in klassischen Cocktails ist Wermut wieder sehr beliebt, in den letzten Jahren erlebte der verstärkte Wein ein großes Revival. Zeit für mich, einen Vergleichstest zu machen. Welcher ist der beste rote Wermut?

Negroni, Americano, Manhattan – roter Wermut (oder Vermouth) kommt in vielen klassischen, aber auch immer öfter in modernen Cocktail-Rezepten zum Einsatz. Der aromatisierte und verstärkte Wein erlebt – wie überhaupt viele klassische Zutaten – derzeit ein großes Revival. Er legt sein verstaubtes, teils sogar schlechtes Image ab, das er sich in den Nachkriegsjahren zugelegt hat, und lässt sich von Barkeepern und von Hobby-Mixern wiederentdecken.

Ein gutes Zeichen dafür sind die vielen neuen Sorten, die inzwischen sogar im Supermarkt verfügbar sind. Es steht nicht mehr nur der allgegenwärtige Martini Rosso im Schnapsregal, sondern auch viele weitere Abfüllungen, die man vor wenigen Jahren kaum im Internet bestellen konnte. Die Rede ist etwa von Belsazar oder Dolin, wobei es letzteren schon sehr sehr lange gibt – aber eben nicht im Bewusstsein der meisten Menschen.

Das ist nur eine der Gemeinsamkeiten mit der seit Jahren anhaltenden Gin-Euphorie. Obwohl: Die exorbitante Anzahl an Gin-Sorten, die einen mittlerweile in jedem Edeka, Rewe oder Kaufland völlig überfordern, wird Wermut wohl nie erreichen. Ja ich weiß: Sag niemals nie. Aber da lehne ich mich jetzt einfach mal aus dem Fenster. Der aktuelle Gin-Craze überschattet einfach alles.

Kommt nach dem Gin- der Wermut-Hype?

Zurück zum Thema: Die Nutzung verschiedener Kräutermischungen (Botanicals) zur Aromatisierung des Wermuts, aus deren Zusammensetzung die Hersteller teils ein großes Geheimnis machen, erinnern ebenfalls sehr an Gin. Und was beim Gin der Wacholder, ist beim Wermut das Wermutkraut (meist die Art artemisia absinthium): Es geht nicht ohne. Daher darf sich zum Beispiel ein Lillet trotz ansonsten identischer Zutaten nicht „Wermut“ nennen – es fehlt einfach das namensgebende Kraut.

Unter Strich sind Gin und Wermut dann aber doch grundverschieden. Bei dem einen handelt es sich um einen Brand mit mindestens 37,5 Prozent Alkohol, bei dem anderen um ein Getränk, das eng mit dem Wein verwandt ist – weil es einfach zum Großteil aus Wein besteht. Laut EU-Gesetz muss der Wein einen Anteil von mindestens 75 Prozent ausmachen. Der Alkoholgehalt muss zwischen 14,5 und 21,9 Prozent liegen.

Weil ich persönlich geschmacklich etwas mehr mit rotem als mit weißem Wermut anfangen kann und ich den Eindruck habe, dass es mehr Cocktails mit rotem als mit weißem Wermut gibt, habe ich für meinen Vergleichstest (s. unten) sieben rote Wermut-Sorten ausgewählt, die hierzulande bekannt bzw. gut erhältlich sind.

Roter Wermut ist außerdem der Originalwermut, wenn man das so ausdrücken möchte. Erst später kam der weiße Wermut dazu – und inzwischen auch viele weitere Sorten, die irgendwo dazwischen liegen, mich aber an dieser Stelle nicht weiter interessieren.

Geschichte und Herstellung des Wermuts

Schon im antiken Griechenland und Rom haben Winzer ihren Wein mit Kräutern versetzt und so eine Art Wermut hergestellt. Und auch im Mittelalter waren Kräuterweine – unter anderem mit Wermutkraut – durchaus bekannt und beliebt. Antonio Benedetto Carpano hat den roten Wermut also nicht wirklich erfunden, aber ihn 1786 in Turin mit seinem eigenen Rezept zum kommerziellen Durchbruch verholfen und ihn in der Form auf den Markt gebracht, wie wir ihn heute noch trinken. Deswegen nennt man ihn auch „italienischen Wermut“. In Cocktail-Rezepten ist meist von „süßem Wermut“ die Rede. Zwar sind rote im Schnitt schon süßer als weiße Wermut-Sorten, doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Jedenfalls werden „rot“, „italienisch“ und „süß“ in diesem Zusammenhang synonym verwendet.

Ebenfalls synonym verwendet werden „weißer Wermut“, „trockener Wermut“ und „französischer Wermut“, weil ein gewisser Joseph Noilly diese Wermut-Art Anfang des 19. Jahrhunderts in Lyon erfunden hat.

Basis fast aller roten Wermut-Sorten ist – Überraschung – Weißwein. Die meist rötlich-braune Farbe erhält er durch die Zugabe von karamellisiertem Zucker und durch die Kräuter, die dem Wein durch Mazeration ihre Aromen verleihen. In aller Kürze: Bei der Mazeration werden Kräuter (oder andere Zutaten) für eine gewisse Zeit in Alkohol eingelegt.

Außerdem wird der Wein aufgespritet, was nichts anderes bedeutet, als dass ihm zusätzlich Alkohol hinzugefügt wird. Meist handelt es sich dabei um hochprozentigen Neutralalkohol, es kann aber auch beispielsweise Brandy oder eine andere Spirituose mit Geschmack sein. Das verleiht dem Wermut dann nochmals zusätzliche Aromen. Wegen der Zugabe von Alkohol nennt man Wermut manchmal auch „verstärkten Wein“. Am Ende darf er aber einen Gesamtalkoholgehalt von 21,9 Prozent nicht übersteigen.

Zum Schluss wird das Mazerat – also die Mischung aus Wein, Kräutern und Spirituose – gefiltert und heruntergekühlt, falls beim Herstellungsverfahren mit Hitze gearbeitet wurde. Je nach Produzent gibt es noch eine Lagerung in Stahltanks oder (seltener) Holzfässern, bevor der Wermut schließlich in die Flaschen und dann in den Laden kommt.

Roter Wermut im Negroni-Test
Der klassische Negroni: Sieben Wermut-Cocktails im Test

Was die Lagerung von Wermut zu Hause angeht, sollte man sich eher an die Regeln für Wein halten: Nach dem Öffnen kühl lagern und relativ schnell aufbrauchen. „Relativ“ heißt in diesem Fall aber, dass wegen des vergleichsweise hohen Alkoholgehalts mehrere Wochen problemlos möglich sind – wenn man die Flasche in den Kühlschrank stellt. Wenn man zusätzlich noch eine Vakuumpumpe benutzt, um die Oxidation zu verlangsamen, sind noch ein paar Wochen mehr drin. Damit ist Wermut schon etwas pflegeleichter als Wein, kippt aber eben viel schneller um als hochprozentiger Schnaps. Ich empfehle, zu diesem Thema einfach meinen Ratgeber über die Haltbarkeit von Spirituosen zu lesen.

Sieben rote Wermut-Sorten im Test

Für diesen Test von rotem Wermut habe ich sieben Abfüllungen ausgewählt, die hierzulande bekannt und gut erhältlich sind – wenn auch teilweise nur über Online-Shops. Dabei handelt es sich um die recht günstigen und in vielen Supermärkten erhältlichen Martini Rosso und Cinzano Rosso, den relativ neuen Martini Riserva Speciale Rubino, den Noilly Prat Rouge (vom Erfinder des weißen Wermuts), den deutschen Belsazar Red, den Dolin Rouge und den Antica Formula (vom Erfinder des roten Wermuts).

Gerade im Internet gibt es natürlich noch sehr viel mehr Sorten zu kaufen, denn wie gesagt: Wermut ist gerade hip und viele Hersteller – sei es aus der Winzer- oder aus der Spirituosen-Ecke –versuchen sich mit einer eigenen Kreation. Dennoch habe ich mich zunächst für die genannten Abfüllungen entschieden, weil sie bekannt sowie relativ weit verbreitet sind und damit eine gute Grundlage bilden. Ich kann mir aber vorstellen, diesen Artikel Stück für Stück zu erweitern, wenn mir mal eine neue Wermutsorte über den Weg läuft.

Genug der Vorworte, kommen wir zur eigentlichen Sache. Ich habe jeden Wermut sowohl pur als auch im Negroni probiert, einem meiner Lieblings-Cocktails überhaupt. Er wird ganz einfach aus drei gleichen Teilen Gin, Campari und rotem Wermut gemixt. Hier meine Eindrücke, Anmerkungen, Meinungen und Einordnung zu den sieben Sorten:

Cinzano RossoPlatz 5: Cinzano Rosso

Hersteller: Campari
Ort: Mailand (Italien)
Wein: hauptsächlich Muskateller (laut Wikipedia)
Botanicals (außer Wermut): u.a. Majoran, Thymian, Schafgarbe
Alkoholgehalt: 14,4 Prozent
Preis: ca. 5 Euro

Purverkostung
Farbe: Bernstein
Geruch: vollreife Kirschen, Orangenmarmelade, Mandarine, Anis
Geschmack: Milchschokolade, Puffreis, Bonbons, Pflaumen, Kirschen
Süße: +++
Würzigkeit: +
Bitterkeit: ++
Komplexität: +
Anmerkungen: in Nase und Mund sehr süß

Verkostung im Negroni
Geschmack: süß und klebrig, schmeckt fast schon künstlich
Wie es mir schmeckt: nicht gut

Zusatzinfos: die Brüder Giovanni Giacomo und Carlo Stefano Cinzano gründeten das Unternehmen schon 1757 in Turin; die Variante Rosso war zwar der erste Wermut aus dem Hause, wurde aber vermutlich erst nach dem Antica Formula (s.u) erfunden; die heutige Rezeptur stammt aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg; nach mehrfachem Verkauf landete Cinzano 1999 bei der Campari-Gruppe

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Martini RossoPlatz 4: Martini Rosso

Hersteller: Martini & Rossi (gehört zu Bacardi)
Ort: Pessione (Italien)
Wein: Trebbiano, Catarratto
Botanicals (außer Wermut): u.a. Bitterholz, Enzianwurzel, Diptam
Alkoholgehalt: 15 Prozent
Preis: ca. 6 Euro

Purverkostung
Farbe: Bernstein
Geruch: Pflaumen, Orangen, grüne Trauben, rote Johannisbeere
Geschmack: Karamell, Orange, Nektarine
Süße: ++
Würzigkeit: +
Bitterkeit: +
Komplexität: +
Anmerkungen: Paradeexemplar eines Wermuts

Verkostung im Negroni
Geschmack: Gin im Vordergrund, leicht metallische Note
Wie es mir schmeckt: es geht so

Zusatzinfos: Martini ist der bekannteste Wermut überhaupt und hierzulande in fast jedem Supermarkt zu haben; der rote Wermut war der erste von Martini & Rossi; das Rezept stammt von Luigi Rossi aus dem Jahr 1863 und ist heute nur drei Mitarbeitern bekannt; seit 1992 gehört Martini & Rossi zu Bacardi

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Belsazar RedPlatz 3b: Belsazar Red

Hersteller: Belsazar/Schladerer
Ort: Staufen (Deutschland)
Wein: Weine aus den Regionen Markgräflerland und Kaiserstuhl
Botanicals (außer Wermut): keine Angaben
Alkoholgehalt: 18 Prozent
Preis: ca. 20 Euro

Purverkostung
Farbe: tiefes Dunkelrot
Geruch: Orange, Rosinen, Schwarze Johannisbeeren, Bitterschokolade, Muskat, Pfeffer
Geschmack: Blutorange, Grapefruit, herbe Bitterschokolade, Pfeffer
Süße: +
Würzigkeit: ++
Bitterkeit: +++
Komplexität: +++
Anmerkungen: extrem bitter

Verkostung im Negroni
Geschmack: extreme Orangenbitterschokolade, die Bitterkeit dominiert alles
Wie es mir schmeckt: ganz ok (kommt aber sehr auf die Tagesform an)

Zusatzinfos: der Wermut wird zusätzlich mit Obstbrand und Traubenmost verfeinert, er reift im Steingutfass; Firmensitz ist Berlin, hergestellt wird der Belsazar aber in der Brennerei Schladerer im Schwarzwald

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Martini Riserva Speciale RubinoPlatz 3a: Martini Riserva Speciale Rubino

Hersteller: Martini & Rossi (gehört zu Bacardi)
Ort: Pessione (Italien)
Wein: Langhe Nebbiolo (Rotwein)
Botanicals (außer Wermut): u.a. Sandelholz, Benediktenkraut
Alkoholgehalt: 18 Prozent
Preis: ca. 15 Euro

Purverkostung
Farbe: kräftiges Dunkelrot
Geruch: rote Äpfel, Orange, rote Trauben, Brombeeren
Geschmack: Orangen, Pflaumen, Erdbeeren
Süße: ++
Würzigkeit: ++
Bitterkeit: ++
Komplexität: ++
Anmerkungen: Rotwein verleiht nochmal ein anderes Aroma

Verkostung im Negroni
Geschmack: deutliche Campari-Note, insgesamt aber eine gute Komposition
Wie es mir schmeckt: ganz ok

Zusatzinfos: Der Martini Riserva Speciale Rubino ist der einzige im Test, der auf Rotwein basiert

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Dolin RougePlatz 2b: Dolin Rouge

Hersteller: Maison Dolin
Ort: Chambéry (Frankreich)
Wein: Weine aus den Regionen Chambéry
Botanicals (außer Wermut): u.a. Ysop, Kamille, Edelraute, Chinarinde, Rosenblüten
Alkoholgehalt: 16 Prozent
Preis: ca. 10 Euro

Purverkostung
Farbe: heller Bernstein
Geruch: Grüne Trauben, Pflaumen, Pfirsich, Walnuss
Geschmack: Pfirsich, Pfeffer, Ingwer, Orange, Mandeln, Oregano
Süße: ++
Würzigkeit: ++
Bitterkeit: +
Komplexität: ++
Anmerkungen: insgesamt sehr leicht und frisch

Verkostung im Negroni
Geschmack: Campari deutlich im Vordergrund, Wermut hält sich dezent zurück, ist aber zu schmecken
Wie es mir schmeckt: gut

Zusatzinfos: 1821 kreierte Joseph Chavasse in Les Echelles das Originalrezept; Namensgeber ist allerdings sein Schwiegersohn Louis Ferdinand Dolin; seit 1919 befindet sich der Betrieb in Besitz der Familie Sevez

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Noilly Prat RougePlatz 2a: Noilly Prat Rouge

Hersteller: Martini & Rossi (gehört zu Bacardi)
Ort: Marseillan (Frankreich)
Wein: Clairette, Piquepoul, Mistelle (ein Süßwein)
Botanicals (außer Wermut): u.a. Safran, Lavendel, Nelken, Kakaobohnen
Alkoholgehalt: 16 Prozent
Preis: ca. 15 Euro

Purverkostung
Farbe: Bernstein
Geruch: grüner Apfel, Grapefruit, Pfeffer, Sellerie, Gemüsebrühe
Geschmack: grüne Traube, Grapefruit, Pfeffer, Süßholz, Gemüsebrühe
Süße: +
Würzigkeit: +++
Bitterkeit: +
Komplexität: ++
Anmerkungen: starke Gemüsenote, was aber nicht schlecht ist

Verkostung im Negroni
Geschmack: sehr würzig, wirklich interessant, weil ungewöhnlich
Wie es mir schmeckt: gut

Zusatzinfos: Noilly Prat gilt als Erfinder des trockenen/weißen Wermuts, das Originalrezept stammt aus dem Jahr 1813; der Wein reift in Eichenfässern teilweise unter freiem Himmel, die Witterung hat einen großen Einfluss auf das Aroma; 1971 wurde Noilly Prat von Martini & Rossi übernommen, die wiederum seit 1992 zu Bacardi gehören

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Anitca FormulaPlatz 1: Antica Formula

Hersteller: Fratelli Branca Distillerie
Ort: Mailand (Italien)
Wein: Weine aus Emilia-Romagna, Apulien und Sizilien
Botanicals (außer Wermut): u.a. Vanille, Safran
Alkoholgehalt: 16,5 Prozent
Preis: ca. 30 Euro

Purverkostung
Farbe: Bernstein
Geruch: Orange, Lebkuchen, Nelken, Pfeffer, Gewürzkuchen
Geschmack: Rosinen, Vanillekipferl, Kokos, Zitrone, herb-fruchtig, würzig mit nicht zu viel Süße
Süße: +
Würzigkeit: +++
Bitterkeit: ++
Komplexität: +++
Anmerkungen: steckt viel Weihnachten drin

Verkostung im Negroni
Geschmack: Wermut gut rauszuschmecken, dominiert aber nicht so sehr, aromatisches Gesamtbild
Wie es mir schmeckt: sehr gut

Zusatzinfos: gilt als erster moderner Wermut; Antonio Benedetto Carpano erfand das Originalrezept 1786 in Turin; Antica Formula soll noch heute nach diesem Rezept hergestellt werden, das nur drei Personen kennen; das Flaschenetikett und die Flaschenform sind dem Original aus dem 18. Jahrhundert nachempfunden

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Fazit meines Wermut-Tests

Der Antica Formula ist sowohl pur als auch im Negroni mein Favorit. Die Ausgewogenheit bei einem gleichzeitig sehr komplexen Aroma erreicht kein anderer Wermut im Test. Dahinter wird es aber eng.

Die beiden Franzosen Dolin Rouge und Noilly Prat Rouge unterscheiden sich zwar deutlich im Geschmack, liegen aber in meiner Gunst nahe beieinander. Sie sind sehr interessant und lecker.

Ebenfalls sehr dicht dahinter folgen der Martini Riserva Speciale Rubino und der Belsazar. Letzterer ist aber wirklich so bitter, dass es sehr auf meine Tagesform ankommt, ob ich ihn gerade mag – auch wenn ich generell auf Bitterkeit stehe.

Den vorletzten Platz belegt der Martini Rosso, der insgesamt zu gewöhnlich ist. Das mag vielleicht daran liegen, dass ICH ihn schon am längsten von allen kenne und er miR nichts mehr Neues bieten kann. Aber immerhin geht’s hier ja auch um meinen persönlichen Geschmack. Das mag bei euch anders sein.

Am wenigsten gut hat mir schließlich der Cinzano Rosso geschmeckt. Im Grundaroma kommt er dem Martini Rosso sehr nahe, aber zusätzlich ist er noch sehr süß. Im Prinzip habe ich nichts gegen Süße. Wenn sie aber an billige Karnevalsbonbons erinnert, kommt das bei mir schlecht an.

Fotos: Cora Lanzerath

6 Kommentare

  1. Sehr guter Artikel, bei dem ich mich bei der Bewertung anschließen kann. Der Antica Formula ist auch mein Favorit. Was für einen Gin hast Du denn für den Negroni genutzt, da der ja auch einen grossen Einfluss hat. Und jeder Gin teilweise anders mit den Wermut harmoniert.

    1. Hi Leo, danke für die netten Wort und berechtigte Frage: Ich habe ganz einfach den Gordon’s genommen, der kommt den Wermuts nicht mit irgendwelchen schrägen Aromen dazwischen, sondern liefert einfach den Wacholder-Geschmack, den man braucht.

  2. Vielen Dank für den differenzierten und wirklich hilfreichen Artikel! Ich wollte mir aus Gewohnheit eine Flasche Belsazar bestellen, habe mich nach Deiner Beschreibung und Bewertung nun aber für den Martini Riserva entschieden und freue mich aufs Probieren. Auch der vorherige Kommentar hilft, da ich genau das plane: Negroni.

    Cheers und liebe Grüße!
    Lotta

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